Deutschlandstipendium – mein Sprungbrett in den Beruf

Posted: Januar 7th, 2016 | Author: | Filed under: nugg.ad | Kommentare deaktiviert für Deutschlandstipendium – mein Sprungbrett in den Beruf

Für viele nicht EU-Bürger ist ein Studium, aber auch eine Berufstätigkeit in Deutschland oft ein unerreichbares Ziel. Es gibt zu viele Hindernisse, die man überwinden muss. Umso wertvoller erscheint in diesem Zusammenhang eine Förderung im Studium. Auch hier ist Deutschland ein Weltmeister: es gibt Hunderte von Stiftungen, Stipendien und Programme, die es jungen Menschen ermöglichen, ihre Zukunft selbstständig zu gestalten und sich zu verwirklichen.

Für mich als ukrainische Staatsbürgerin kamen jedoch nur einige wenige Förderungsmöglichkeiten in Frage. Das liegt daran, dass nur selten ein komplettes Grund-Studium, also ein Bachelor, gefördert wird. Zusätzlich wurde die Auswahl durch die Tatsache eingeschränkt, dass mein Bachelor-Studium an der Freien Universität Berlin als sogenanntes Zweitstudium galt. Dabei ist bei den meisten Stipendiengebern nur das Erststudium förderfähig. Mit Blick auf diese Besonderheiten bot sich für mich das „Deutschlandstipendium“.

Wenn man das Wort „Stipendium“ hört, denkt man zuerst, dass dahinter als Förderer eine Stiftung, der Staat bzw. ein Ministerium oder eine andere staatliche Einrichtung steht. Genau das zeichnet das Deutschlandstipendium als ein besonderes Projekt aus, denn hier sind gleichzeitig drei Akteure beteiligt: die deutsche Bundesregierung, die jeweilige Universität und ein engagiertes Unternehmen bzw. ein anonymer Förderer.

Der Bund und das Unternehmen beteiligen sich im gleichen Maße (Hälfte/Hälfte) an der finanziellen Förderung der Stipendiaten. Mit 300 Euro monatlich bieten sie den besten Studierenden aller Nationalitäten eine hervorragende Chance, während der gesamten Studienzeit finanziell ein Stück unabhängiger zu sein. Dadurch kann es besser gelingen, sich den Inhalten des Studiums zu widmen.

Die Frage ist, welche Voraussetzungen Studierende erfüllen müssen, um sich für das Deutschlandstipendium erfolgreich zu bewerben. Als erstes zählen persönliche Leistungen, vor allem im Studium: die Bewerber müssen gute Noten vorweisen. Doch das ist nicht ausreichend für den Erfolg der Bewerbung. Ein weiterer und mindestens genauso wichtiger Aspekt ist gesellschaftspolitisches bzw. ehrenamtliches Engagement: ob sozial, (partei-) politisch, kirchlich oder kulturell – jede Betätigung für die Gesellschaft zählt.

Ein weiteres und nicht weniger wichtiges Ziel des Deutschlandstipendiums ist die berufliche Förderung. So bekommen die Stipendiatinnen und Stipendiaten bei der regelmäßig stattfindenden Stipendienvergabefeier die Möglichkeit, den eigenen Förderer kennenzulernen. Das sind meistens Unternehmen aus dem jeweiligen Studienfachgebiet, sodass hier direkt Kontakte in die Berufswelt geknüpft werden können.

Bei einer solchen Stipendienvergabefeier habe auch ich meinen Förderer kennengelernt – die nugg.ad GmbH. nugg.ad hatte sich entschieden, die Studierenden aus den Fachbereichen Informatik und Wirtschaft zu fördern. Aus einem langen und konstruktiven Gespräch habe ich viel über die Struktur und Unternehmenstätigkeit von nugg.ad erfahren. Von besonderem Interesse war für mich, dass es sowohl eine Statistik- als auch eine Informatikabteilung im Unternehmen gibt. Denn zu dem Zeitpunkt hatte ich das abgeschlossene Statistik-Studium hinter mir und befand mich mitten im Bachelorstudium der Informatik. Das führte erwartungsgemäß zu vielen gemeinsamen Gesprächsthemen und wir konnten uns über praktische Ansätze austauschen. Der positive Eindruck über die Firma hat mich dazu motiviert, mich bei nugg.ad als studentische Mitarbeiterin zu bewerben und so habe ich im Consulting Team angefangen.

Meine ersten Einblicke waren sehr positiv: ein gutes Unternehmensklima, flache Hierarchien, nette und hilfsbereite Kollegen. Ich fühlte mich nie allein gelassen. Besonders am Anfang der Tätigkeit bei einem neuen Arbeitgeber muss man sich viel und schnell neues Wissen aneignen. Dabei ist es von Vorteil, wenn es einen kompetenten Ansprechpartner gibt, der alle Fragen beantworten kann. In meinem Fall standen mir gleichzeitig mehrere Kolleginnen und Kollegen mit Rat und Tat zur Seite.

Die studentische Tätigkeit als Informatik-Studentin bei nugg.ad war für mich sehr bereichernd, weil ich dadurch meinen beruflichen Horizont deutlich erweitern konnte. Doch viel wichtiger war die Tatsache, dass ich auf verschiedene Weise als neue Mitarbeiterin gefördert wurde. Durch meine Beschäftigung bei nugg.ad ist mir schließlich ein erfolgreicher Einstieg in das Erwerbsleben nach dem Ende meines Studiums gelungen – ebenfalls bei nugg.ad.