Leaving nugg.ad…

Posted: April 22nd, 2015 | Author: | Filed under: Allgemein | Kommentare deaktiviert für Leaving nugg.ad…

One of my strongest memories is: sitting at a user-conference in Aarhus, Denmark and listening to clients, talking about their success-stories with „predictive behavioral targeting“. In danish language. Which means – i didn’t understand a word but just every few minutes this term „predictive behavioral targeting“ popped up – and this made me so happy that i just stayed longer in the audience than i was supposed to. This also happened in other places, in Athens (in a cooled down cinema, outside were 38C), Warsaw (Behavia user conference…), Portoroz (SEMPL), Paris* and other places around Europe. Perhaps people sometimes thought – why is he not leaving like any other international guest once the locals takeover and english is no longer the language of choice? Well – i can tell you from that moment in Aarhus that it felt just so awesome and moving to hear people talking about this technology that we invented years before in their own language – i mean, in the beginning we weren’t even sure we would be winning only one significant client in our home market (it took more than 12 months which felt like ages). And i remember numerous consultants or „advisors“ in the early days telling me and my management colleagues „do anything, but please get rid of this ‚predictive‘ element – people just don’t get it and it’s not gonna fly – go for behavior“. We didn’t. The reason is quite simple – ‚predictive‘ was the reason why this company was founded. Today it’s easy to keep it – not just because it suddenly got cool and everybody has data scientists and runs algorithms and lookalikes (whohoo) – we have simply proven that a predictive approach is the right one for many scenarios in advertising and if you want to do something significant with data. With the help of our clients and partners like those in Aarhus and elsewhere. Btw – i believe this – the need for predictive approaches or smart data solutions – even more applies in the field of Data-Management platforms and Realtime-Advertising, but this will be proven furtheron by my colleagues with the new leadership of Martin – and hopefully again with the help of so many lovely clients and partners from all around Europe.

And please international friends – don’t think that our german clients took it easy to buy into the concept and our sometimes weird technology. If you sometimes think you heard enough about „predictive“ – believe me – they had 10 times of your dose and are still loving it (right?).

For now i am feeling absolutely grateful for the 8 years that are lying behind me. The success of nugg.ad would not have been possible without my colleagues and their passion and dedication to deliver the best product in the market. We also would have failed if not many clients and partners out there would have bought into the idea (and the contract…), train their staff accordingly, convince their clients and partners and so on. This was crucial and i know it was not always easy. Thanks for making it happen.

*and dear French clients – we achieved so much together and i am absolutely proud about our position in your market specifically. Unfortunately, i did not deliver on one important promise: to learn your language. I am sorry for that and will try to fix this as soon as possible. Salut, et encore merci pour le poisson.


Pay Gap Analyse: Gehalt von Frauen & Männern bei nugg.ad

Posted: Juni 14th, 2013 | Author: | Filed under: Allgemein, Gender Pay Gap Analyse | Kommentare deaktiviert für Pay Gap Analyse: Gehalt von Frauen & Männern bei nugg.ad

Die Vorstellung Frauen bei gleicher Qualifikation und Tätigkeit systematisch weniger zu bezahlen ist eigentlich absurd und dies würden wir natürlich weit von uns weisen. Dennoch wollten wir es genau wissen, u.a. inspiriert durch die Keynote von Teresa Bücker auf den Data Days 2012 auf denen sie anregte, Unternehmen sollten ihren Pay Gap analysieren (lassen). Hinzu kommt – bei allem klaren Willen und trotz voller Aufmerksamkeit – dass die Prozesse die zu ungleicher Bezahlung führen, vielgestaltig sind und subtil ablaufen. Sei es, dass Männer Ihre Leistung anders verkaufen und anders verhandeln, oder dass die Führungsqualitäten oder fachlichen Qualifikationen von Frauen häufig (vielleicht vor allem aus männlicher Sicht) leiser daherkommen und noch zig andere Gründe.

Jedenfalls haben wir uns nicht ohne ein bisschen Sorge an die Aufgabe einer Pay Gap Analyse gemacht und relativ schnell festgestellt, dass man damit jemanden außerhalb der Firma beauftragen sollte. Zum einen aus den genannten Gründen, zum anderen weil die Ergebnisse reproduzierbar und standardisiert sein sollten. Die Ergebnispräsentation vor dem Team liegt ein paar Tage zurück (wir waren sehr aufgeregt) und noch ein weiter Weg vor uns, insbesondere da die Analyse gezeigt hat, dass die Schere schon wieder aufzugehen droht. Aber wir sind natürlich auch ein bisschen stolz, dass die Ergebnisse nicht so schlecht aussehen, insbesondere für eine Tech-Company. Wir werden die Analyse auf jährlicher Basis wiederholen und überprüfen, ob wir weiter on track sind und auch ein paar strukturelle Herausforderungen angehen konnten (z.B. komplett männlicher Vorstand und AR). Und wir würden uns natürlich über eine regen Wettbewerb mit anderen Unternehmen freuen, die Ihre Ergebnisse auch veröffentlichen. Die Methode ist standardisiert und wir können die professionelle Hilfe von Christoph Emminghaus von Rambøll  nur empfehlen. Aber lest selbst…

Link zur Gender Pay Gap Analyse für nugg.ad von der Rambøll Management Consulting GmbH:

nuggad_gender_paygap


Home-Office hat was mit Menschenbild zu tun

Posted: März 19th, 2013 | Author: | Filed under: Allgemein | Kommentare deaktiviert für Home-Office hat was mit Menschenbild zu tun

Zur Zeit scheint es ja fast schon en vogue zu sein (zumindest bei amerikanischen Unternehmen) sich in der Folge von Marissa Mayer vom Home-Office zu verabschieden. Natürlich begleitet von Berichterstattung die eilfertig darlegt, dass es noch nie was gebracht hat und nur zur Desintegration und Vereinsamung führt und natürlich letztlich ein Produktivitätskiller ist.

Die Yahoo-Entscheidung mag ihre speziellen Gründe haben – dennoch halte ich sie für falsch und fatal.

Zum einen natürlich weil das Home-Office eine wichtige Regelung ist um den Arbeitsalltag von Menschen mit Kindern zu flexibilisieren (sehr schön in diesem offenen Brief an Mayer zum Ausdruck gebracht). Und natürlich weil es generell Arbeitsmodelle ermöglicht für Leute, für die „ins Büro fahren“ einfach keine sehr hilfreiche Option ist (am besten in diesem offenen Brief zum Ausdruck gebracht).

Vor allem aber ärgert die Diskussion mich, weil es eigentlich eine Frage des Menschenbildes ist, die dahintersteckt. Denn neben allem dämlichen was in der heutigen Arbeitswelt mit der Präsenzpflicht in Verbindung gebracht werden kann, ist es doch vor allem ein Mittel der Kontrolle und des Mikromanagements von Mitarbeiter/innen. Anders gesagt: Home-Office anzubieten hat was mit Respekt und Vertrauen in die Fähigkeiten der Mitarbeiter/innen einer Firma zu tun – neben all den praktischen Aspekten, die ich oben genannt habe. Insofern bin ich froh über Gegenstatments wie z.B. dieses hier von Richard Branson. Wir haben vor einiger Zeit unsere Home-Office Regelung ausgeweitet, und bieten inzwischen jeder/m Mitarbeiter/in einen Home-Office Tag pro Woche an. Das hat sich sehr bewährt (auch in Bereichen wo wir anfangs Sorge hatten) und wird gut angenommen. Und ich weiß von vielen, dass sie es als Tool schätzen um Arbeit und Leben besser in Balance zu bringen – oder manchmal einfach konzentriert an was arbeiten zu können von zuhause aus. Und als Arbeitgeber bin ich zutiefst davon überzeugt, dass Menschen mit genügend Ressourcen und Freiheiten ausgestattet einen zigfach besseren Job machen werden als per Misstrauen und Mikro-Management.

Mir ist übrigens – auch aus langjähriger eigener Erfahrung – auch die Ausbeutungs-Seite von Home-Office bewusst, also vor allem die Tatsache, dass Leute im Home-Office meist eher mehr als weniger arbeiten. Da muss man ein Auge drauf haben. Wir sind u.a. deshalb mit der Diskussion noch nicht am Ende, aber ich bin mir sicher, dass wir eher bei noch mehr Vertrauen und Flexibilisierung landen werden als irgendwas davon ernsthaft in Frage zu stellen.


Gutes Tracking – Böses Tracking

Posted: Juni 18th, 2012 | Author: | Filed under: Allgemein | Kommentare deaktiviert für Gutes Tracking – Böses Tracking

Am Wochenende hatte ich das Vergnügen mit Falk Lüke beim Deutschlandradio Kultur eingeladen zu sein – die Sendung @breitband widmete sich unter Leitung der Redakteurin Anja Krieger der Frage, ob Tracking gut oder böse ist.

Kann man hier nachhören: http://breitband.dradio.de/gutes-tracking-boses-tracking/

War ein bisschen wenig Sendezeit und Falk hatte ja noch eine Rechnung offen von der re:publica (die session gibt es leider nicht im Netz, dafür aber das Vorgespräch) – deshalb haben wir dann leider wieder nur über first vs. third party Tracking, Browsereinstellungen und die Frage gesetzlicher Regelungen ja oder nein gesprochen. Aber ist ja auch wichtig.

Das ist aber insofern schade, als ich mich auf eine Diskussion über die Innovationspotentiale des Trackings über Werbung hinaus gefreut hatte, deshalb nochmal in aller Kürze hier (hatte meine Grundhaltung dazu ja auch schonmal hier dargelegt vor einiger Zeit (sic)).

Denn es gibt tatsächlich zahlreiche Beispiele dafür, wie das vor allem in der Online-Werbung angewandte Tracking zu Innovationen und Technologie-Sprüngen führt, die schon jetzt bemerkenswert sind, obwohl wir mit dem ganzen Feld wirklich erst am Anfang stehen. Ich will drei Beispiele nennen:

1. Google Translate: Das besondere an Google Translate im Gegensatz zu bisherigen Übersetzungs-Ansätzen ist, dass auf eine linguistische Analyse eines Sprachcorpus ganz verzichtet wird. Stattdessen setzt Google mit dem Produkt auf statistische Verfahren, anders gesagt eine Kombination von Big-Data und Machine Learning. Solche Ansätze wurden immer schonmal erforscht, sind aber bisher gegenüber den linguistischen Verfahren meistens gnadenlos durchgefallen. Was Tracking hier konkret technologisch verändert hat (neben dem Aspekt, dass die Finanzierung dieses Forschungsprojekt zu 100% durch auf Tracking basierender Werbung erfolgt) ist die Möglichkeit den Ansatz einfach massiv zu skalieren, d.h. einfach viel grössere Datenmengen in viel kürzerer Zeit zu verarbeiten. Damit reicht die Qualität dann plötzlich doch an die elaborierterer Verfahren heran, neben zahlreichen anderen Vorteilen, die ein agnostisches Verfahren hat, insbs. wenn es darum geht sozusagen beliebige Sprachen zu übersetzen – solange genügend Material vorliegt (und ja, bestimmte Strukturmerkmale der Sprache gegeben sind…) und die Maschinen damit trainiert werden können funktioniert die Übersetzung. Und zwar so gut, dass ex Google CEO Eric Schmidt bereits die Erfüllung eines alten Menschheits-Traumes ankündigen kann, nämlich die maschinelle Simultan-Übersetzung in eine beliebige Zielsprache.

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Erstes Beispiel das schon nahe drankommt (wenn auch bisschen krude):

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2. Google Cars: Bei Google Cars geht es darum, autonom fahrende Autos zu entwickeln, also vor allem die Steuerungs-Software dazu. Auch hier gibt es schon beeindruckende Fortschritte der Google-Ingenieure und die Fahrzeuge haben schon mehrere tausend Kilometer im Strassenverkehr zurückgelegt ohne größere Zwischenfälle. Und auch hier gibt es direkte Bezüge zur Advertising-Technologie, die Google entwickelt hat. Zum einen ist bei Google Cars das Funktionsprinzip ebenfalls ein agnostisches wie schon bei Translate, d.h. es werden der Maschine nicht in erster Linie Strassenverkehrsregeln beigebracht, sondern sie wird auf Muster des Verhaltens im Verkehr trainiert – und zwar auf der Basis von unfassbaren Mengen von Sensor-Informationen, die das Fahrzeug ständig erfasst. Also wieder eine Kombination von Big-Data und Machine-Learning – und Sensoren sind natürlich nichts anderes als Tracker. Das Google Auto tracked also seine Umgebung und lernt auf der Basis sich autonom zu bewegen. Zusätzlich wird das Material von Google-Maps ausgewertet, das wiederum erstmal ein Advertising-fokussiertes Projekt ist…

3. Hadoop: Und zuletzt noch Hadoop – in diesem Fall eher eine „behind the scenes“ Geschichte, in Ihrer Auswirkung aber sicherlich mindestens mit den beiden obigen Produkten vergleichbar. Hadoop ist (mittlerweile) ein Projekt der Apache-Foundation, das massgeblich auf Input der Google-Ingenieure, aber auch auf das von Yahoo, Facebook und zahlreicher anderer Firmen zurückgeht. Es handelt sich dabei um ein Framework zur Speicherung und Verarbeitung großer Datenmengen, das deutlich besser skaliert als selbst die teuersten Datenbank-Produkte von Oracle, IBM und co. Mit Sicherheit läuft Hadoop sowohl bei Translate als auch bei Google Cars irgendwie mit. Vor allem aber setzen hunderte von Firmen weltweit mittlerweile Hadoop ein (nugg.ad gehörte zu den ersten Nutzern in Europa) um die unterschiedlichsten Big-Data Projekte zu realisieren. Man kann hier übrigens sogar fast von einer Demokratisierung der Produktionsmittel sprechen, denn Hadoop ist Open-Source und so können auch kleine Startups und Einzelpersonen sich mit überschaubaren Mitteln eine Infrastruktur aufbauen, für die noch vor wenigen Jahren eine siebenstellige Summe allein an Lizenz-Zahlungen fällig gewesen wäre. Auch Hadoop ist sehr unmittelbar aus dem Google Tracking/Werbe-Kontext entstanden, finanziert worden und wird dort massgeblich weiterentwickelt, weil die Google Ads eben nur so gut sind wie die darunterliegenden Daten…

Man sieht also – es gibt ein paar sehr unmittelbare Belege für die These, dass Tracking nicht nur schwer wegzudenken ist, wenn wir vom Internet reden, und noch nichtmal dann, wenn wir nicht nur über Werbung reden. Tatsächlich ist Tracking in mehrfacher Hinsicht eine Innovationsquelle ersten Ranges und wir sollten uns genau überlegen, wie wir damit in Zukunft umgehen (womit ich übrigens nicht meine „bitte bloss nicht regulieren oder abschalten“ sondern wirklich einen weisen Umgang mit ggf. breiterer gesellschaftlicher Diskussion).

 


Drink doch ene met

Posted: Oktober 25th, 2011 | Author: | Filed under: nugg.ad | 1 Comment » YouTube Preview Image

Liebe Fründe,

wir wissen Ihr habt tolle Jobs, oder geniesst es einfach mal grad nichts zu tun (sozusagen zu @schlenzalotten). Da möchte ich Euch nur eines ans Herz legen, oder erstmal klären vielleicht, ob es dieses richtige Leben im falschen jetzt gibt oder nicht – sind ja schliesslich schon einige Jahrzehnte ins Land gegangen, seitdem Theodor Wiesengrund diese Frage aufgeworfen hat, und es gibt ja nugg.ad research und die ganzen Befragungen und all dat wat man heute so kann und tun muss mit cookies und so – wie auch immer, und to cut a short story long into a nutshell: Es gibt das gute Leben, das richtige. Hier bei nugg.ad an den Standorten in Berlin (hier ist das Zentrum des guten Lebens), Hamburg (mit Hafen und all dem Quatsch, bei Hochwasser kann man mit dem Motorboot-Shuttle von unserem Kooperationspartner Greenpeace übersetzen), isch traue es mich kaum zu sagen, Kölle (Steinwurf vom Stadtgarten entfernt mit seinen Lederjacken und Konzerten in zeitgenössischem Jazz) und überhaupt in der ganzen Welt, denn wir sind wo Ihr seid und so. Jedenfalls geht es hier allen gut (ist natürlich vor allem mein Eindruck), permanentes Gelächter und endlose Seminare über die korrekte Bedienung der Kaffeemaschine sowie das Geschrei vom Kicker sprechen da Bände. Ach und dann gibts natürlich noch diese Bonn-Sache, also Tower, Yellowpower, Grossdingens und so. Auch das ist total im Sinne von Adorno um es abzukürzen.

Wie auch immer – denkt mal darüber nach. Und bewerbt Euch.

Wir suchen einiges wie Ihr hier erkennen könnt – vor allem aber gute Consultants und Consultantinen die Lust auf eigenständiges Arbeiten in einem extrem netten Team haben. Hier könntet Ihr Euch auch gleich bei Sema Saglik bewerben, die dieses Team leitet: sema.saglik[at]nugg.ad

Alaaf.


What a feeling

Posted: September 20th, 2010 | Author: | Filed under: Allgemein | 1 Comment »

Jetzt habe ich also meine Firma verkauft. Ein grossartiges Gefühl – nach so vielen Jahren der Vorbereitung, des Aufbaus, des Bangens, Durchhaltens und Hoffens. In einem früheren Artikel hier habe ich ja schonmal geschildert wie gerne ich – überraschend – Unternehmer bin und wie sehr ich diese Firma mag…

Und jetzt ist es uns tatsächlich gelungen worauf jeder Unternehmer (zumindest im Typus VC-finanziertes Unternehmen) hinarbeitet – der Verkauf an einen strategischen Partner – und was für einen! Es ist ja eine Sache eine Firma aufzubauen, die richtige Strategie zu wählen, die richtigen Leute zu finden, Kunden zu gewinnen, Investoren zu überzeugen usw…

Aber beim Verkauf geht es ja nicht nur darum einen attraktiven Abschluss zu finden – man wünscht sich auch einen Partner, der die Leidenschaft für das Unternehmen teilt, einen, der es wertschätzt was man auch Abseits der Zahlen geschaffen hat, der das Team und das Management schätzt und respektiert und sich idealerweise von der Übernahme mehr als nur einen Ergebnisbeitrag oder eine schöne Story für die eigenen Aktionäre verspricht.

Mit der deutschen Post ist genau das gelungen, und das macht mich nochmal besonders glücklich. Zum einen ist es so, dass die Post in wirklich idealer Weise unsere Positionierung unterstreicht – das wäre bei fast keinem anderen denkbaren Käufer so deutlich möglich gewesen. Zum anderen können wir nugg.ad nicht nur genau so weiterführen wie wir es aufgebaut haben – sondern dies sogar in grosser Unabhängigkeit und Selbständigkeit tun. Das ist wirklich ein grosses Zeichen von Respekt und Wertschätzung für die Firma und das Team!

Was mich aber vor allem glücklich macht ist eine Firma mit einem Haufen ebenfalls brennender und inspirierter Leute (dazu gehört auch der eine oder andere im Umfeld wie z.B. @nico, die Jungs von Spring und Interrogare, Prof. Fink, @pickihh und viele wohlmeinende Freunde und Unterstützer) aufgebaut zu haben, die sowohl nach aussen als auch nach innen vom ersten Tag an bestimmte Prinzipien hochgehalten hat, welche für Investoren eher ein Graus sein mussten (nicht aber für unsere – ehrlich nicht). Also zum Beispiel der Fokus auf den Datenschutz. Familienfreundlichkeit*. Aufrichtigkeit und in die Augen schauen können selbst im Fall von Kündigungen (die wir im Krisenjahr 2009 in ein paar Fällen leider aussprechen mussten). Gerne zur Arbeit kommen und Spass haben dabei. Aus Fehlern lernen und diese auch zugeben. Kundenfokus lernen ohne dabei zu Buckeln. Innovation betreiben aus der Leidenschaft für die Sache und nicht weil der Wettbewerb irgendwas macht. Fokussieren auf das Wesentliche. No Bullshitting.

Um ehrlich zu sein – ich hätte es selbst nicht für möglich gehalten, dass es möglich ist in einem harten Markt ein Unternehmen aufzubauen mit einem hohen Finanzbedarf und dabei fast ausschliesslich mit einfach sehr netten Menschen zusammenzuarbeiten. Was für ein Segen.

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Und jetzt gehts natürlich weiter – wir sind ja noch nicht am Ziel das wir uns vorgenommen haben. Jetzt wollen wir das, was wir geschaffen haben im europäischen Markt weiter etablieren, und da warten noch ein paar harte Nüsse auf uns. Der englische und der französische Markt. Ein Ausbau von Team und Strukturen ohne darüber plötzlich unsere Werte über den Haufen zu schmeissen. Skalierbarkeit unter Beweis stellen (eine der coolsten Herausforderungen).

Wir folgen einfach weiter dem Motto: Take your passion – and make it happen.

*im ersten Beteiligungsvertrag war für mich als Gründer die Option für eine Elternteilzeit vorgesehen – die Anwälte haben mich angesehen wie einen Ausserirdischen als ich es gefordert haben – dann aber brav eingebaut (nach stundenlangen Beratungen über die Details)


Wir sind Post

Posted: August 24th, 2010 | Author: | Filed under: Allgemein | Kommentare deaktiviert für Wir sind Post

wirsindpost


Wohin soll nugg.ad sich entwickeln?

Posted: Februar 23rd, 2010 | Author: | Filed under: Gold rush, nugg.ad | Kommentare deaktiviert für Wohin soll nugg.ad sich entwickeln?

Das werde ich recht häufig gefragt – wir wissen es natürlich auch nicht.

Aber eigentlich gibt es schon so eine Vision, die man recht konkret benennen kann und die hier unausgesprochen von den meisten geteilt wird.

Unser Traum ist, dass die nugg.ad Betriebsversammlung in 2020 so aussieht:

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nugg.ad Starsearch

Posted: Januar 27th, 2010 | Author: | Filed under: Allgemein, nugg.ad | 1 Comment »

Wir suchen derzeit Leute für mehrere Stellen – würde mich freuen, wenn Ihr Euch angesprochen fühlt und bei uns meldet – oder uns Tipps gebt, wen wir ansprechen sollten. Wer uns hilft eine der Stellen zu besetzen, kann sich ein Dankeschön im Wert bis 500 EUR aussuchen.

Insbesondere würden wir gerne folgende Stellen besetzen:

1. Linux-Admin/euse

Es geht darum unsere Hochlast-Plattform die wir in mehreren Rechenzentren selbst betreiben zu warten und weiterzuentwickeln. Dabei geht es weniger um „Hacking“ auf der Konsole sondern eher um stragische Administration, Aufsetzen skalierbarer Infrastrukturen, Monitoring und das Einziehen von Automatismen usw. – dadurch dass wir sowohl Betrieb als auch Entwicklung aus einem Team heraus machen sind viele spannende Dinge möglich die man auf anderen Admin-Stellen nicht machen kann. Nähere Infos gibts bei unserem CTO Richard (richard.hutton[at]nugg.ad) oder direkt beim zukünftigen Kollegen Marc (marc.beisker[at]nugg.ad).

2. Sales-Manager/in

Wir suchen jemand mit Biss und Spass am Verkaufen. Da wir eher „consultative Selling“ betreiben geht es nicht um Klinkenputzen und Kaltaquise sondern eher um Aufbau und Pflege von vertrauensvollen Kundenbeziehungen. Das Ganze im europäischen Raum und in einem konzentrierten Team mit flachen Hierarchien. Branchenkenntnise im Online-Bereich sind natürlich hilfreich aber nicht zwingend erforderlich. Nähere Auskünfte erteilt der Vice President (christian.elsner[at]nugg.ad)

3. HTML/Javascript Spezialist/in

Hier suchen wir jemanden, die/der sich vor allem sehr gut mit HTML und Javascript auskennt, idealweise auch mit Ad-Servern und den Technologien drumherum. Die Aufgabe ist unsere Kunden bei der Anbindung Ihrer Systeme (i.d.R. Ad-Server) an unsere Targeting-Plattform zu unterstützen. Das geschieht mit elektronischem Support, manchmal aber auch vor Ort. Je nach Wunsch und Fähigkeit können auch „eigene“ Kunden übernommen werden. Die wichtigste Anforderung hier ist ein solider technischer Background in den Webtechnologien – alles andere lässt sich erfahrungsgemäss gut „draufschaffen“. Infos gibts beim Consulting-Boss Uli (uli.heimann[at]nugg.ad).

4. Entwickler/in

Entwicklung wird bei uns gross geschrieben und nugg.ad ist sicherlich ein sehr spannender Arbeitsort was das anbelangt. Wir setzen einen Technologie- und Sprachen-mix ein der von Ruby bis Erlang reicht und haben gerade z.B. unser komplettes Backend auf eine Hadoop-Infrastruktur umgestellt. Das Team ist klein und hochqualifiziert und arbeitet natürlich test-driven und nach Scrum usw. – nähere Auskünfte erteilt hier der Software-Boss Florian (florian.ebeling[at]nugg.ad).

Bewerbungen oder einschlägige Tipps bitte an stephan.noller[at]nugg.ad – oder eben die oben angegebenen Kollegen.

Es lohnt sich wirklich bei uns zu arbeiten – wir zahlen krasse Gehälter, haben Fun ohne Ende und bauen natürlich die absoluten Hammer-Produkte.

Ach und noch etwas: für eine Technik-Firma haben wir einen ziemlich hohen Frauenanteil, also scheut Euch nicht (wer auch immer sich jetzt eher angesprochen fühlt…). Und wo wir grad dabei sind: Kinderfreundlich sind wir auch.

Arbeitsort ist natürlich Berlin – wir sitzen im Herzen der Mediaspree zwischen Universal, MTV und der O2-Arena. Einen Milchkaffee gibts hier für 2.10 EUR und in der Regel kann man das Möbelstück auf dem man sitzt gleich miterwerben. Wer also derzeit noch in Mannheim, Bremen oder Harzgerode wohnt sollte sich das überlegen. Aber auch die ganze Hamburg und München-Geschichte hat sich doch im Prinzip überlebt, oder?

Also los.


dmexco: Und alle so “Yeaaahhh”

Posted: September 22nd, 2009 | Author: | Filed under: nugg.ad | Kommentare deaktiviert für dmexco: Und alle so “Yeaaahhh”

Kollege fragt mich heute morgen am Aufzug „Aufgeregt?“ ich „Ja!“.

Morgen startet die dmexco in Köln, viele versprechen sich immer noch – obwohl der neue Name ja so toll und eingängig ist – und sprechen von der OMD. Ist ja auch egal. Es ist die Branchenmesse, das Familientreffen, das Event schlechthin.

Ich kenne keine Messe die so elektrisierend, konzentriert und komplett daherkommt.

Wir werden mit 20 Leuten vertreten sein. Ein Teil ist gestern schon angereist, die meisten aber fliegen heute nachmittag mit Germanwings 4U 0015 nach Köln. Wenn also irgendwer (z.B. podpimp) gerne dauerhaft Ruhe vor dem Predictive Behavioral Targeting haben will sollte er irgendwas mit diesem Flugzeug anstellen…

Andernfalls werden wir dort einfallen und die Messe rocken. Gleich am ersten Tag besucht uns eine Abordnung der Neuen Digitalen mit 20 Marketingentscheidern von beeindruckenden Häusern und wir werden ihnen erzählen was mit PBT alles möglich ist heute und warum online nicht nur für Performance- sondern auch für Markenkampagnen und Brand-Building eingesetzt werden kann.

Wir werden mit zig neuen Case-Studies vertreten sein an denen bis zu letzten Minute fieberhaft gearbeitet wurde.

Unsere polnischen Kollegen von Arbomedia werden den grossartigen Behavia Case vorstellen – das weltweit erste Ad-network das sich zu 100% über PBT-Zielgruppen vermarktet (siehe hier).

Ich werde auf dem „Targeting Competition“ Panel sprechen und dabei ein kleines Geheimnis verraten können… Etwas anderes kann ich ja schon verraten – nämlich was meine Zusatzfrage sein wird um deren Klärung ich den Moderator Dominik Grollmann, Chefredakteur von Internet World Business gebeten habe: „Wie können wir verhindern, dass Online zu einem reinen Response/Abverkaufsmedium degradiert wird?“. Das ist für mich eine der entscheidenden Fragen in der aktuellen Medienkrise und für die Zeit wenn wir da wieder herauskommen werden (bald). Wird es dann gelingen Online als Qualitätsmedium zu definieren, das sowohl für Markenführung und Aufbau sowie für Abverkaufskampagnen geeignet ist wie kein zweites Medium? Gerade den Targeting-Anbietern kommt dabei eine besondere Verantwortung zu weil sie natürlich zuallererst für Messbarkeit und Performance stehen. Kann es gelingen Targeting so zu positionieren dass es auch Werbung macht für Brandingkampagnen und diese technisch unterstützt?

Wir sind jedenfalls im Fieber und jetzt schon sicher, dass wir die nächsten beiden Tage wie im Rausch erleben werden.

dmexco wir kommen!