Chinesischer Transrapid erstmals über 100km/h gesichtet!

Posted: April 19th, 2007 | Author: | Filed under: nugg.ad | 11 Comments »

Ein Kunde von nugg.ad gestern: „…Hamburg bietet jetzt auch Befragungen an, wussten Sie das?…“

Hamburg: Zum einen erstmal – toll, dass Ihr das geschafft habt mit den Befragungen.

Ansonsten geht mir die Kopiererei langsam ein bisschen auf die Nerven, ehrlich. Natürlich ist es auch ehrenhaft kopiert zu werden – gute Ideen setzen sich halt durch. Ich möchte bald aber trotzdem mal in Kundenmeetings hören „Hamburg hat sich da aber eine ganz andere Lösung ausgedacht“ oder „Hamburg hat da ja einen anderen Ansatz…“.

Aber „Hamburg hat jetzt auch…“ nervt.

Übrigens auch die Kunden.

Ihr habt auch (ein paar ;-)) gute Leute – wieso also nicht mal ein paar eigene Ideen für innovatives Behavioral Targeting andenken? Vielleicht macht Ihr in der Vollversammlung mit allen Supporting Entrepeneurs einfach mal ein Brainstorming, hm?

Also, genug davon jetzt, lehnt Euch mal zurück und denkt Euch ein paar eigene Sachen aus, ja?

Herzlichst Euer,

SN


11 Comments on “Chinesischer Transrapid erstmals über 100km/h gesichtet!”

  1. 1 Uli said at 19:30 on April 19th, 2007:

    Lieber Stephan,

    interessant zu hören, dass ihr die völlig neue Methode der Datenanreicherung durch Befragungen erfunden habt! Im Ernst: Die Methodik ist doch wirklich nicht neu. Und wir haben schon 2002 mit Clustering auch basierend auf ergänzender Datengewinnung durch Fragebögen und klassischer MaFo bei einem Kunden experimentiert. Und selbstverständlich ergänzen wir unsere Features, wenn wir das für sinnvoll halten – das haben wir immer getan und werden es auch weiterhin tun.
    Natürlich verfolgen wir was ihr macht, genau so wie ihr verfolgt was wir tun. Auch wenn euch das offensichtlich nicht vollständig gelingt 😉

    Keine Bange – wir haben eine Menge interessante und innovative Ansätze, in denen wir uns unterscheiden. Und das wird auch durchaus im Markt gesehen. Sind unsere Kunden Deiner Meinung nach einfach nur nicht an Innovation interessiert und im Zweifelsfall doof? Das wären dann europaweit mittlerweile über 30 Unternehmen, die unsere Technologie nutzen. Hmmm.

    Und unsere Börse connect ist so innovativ, dass sie insbesondere im deutschen Markt stark erklärungsbedürftig ist. Wir sehen, was schon in der aktuellen Beta-Version passiert, das wird ganz sicher noch ein sehr spannendes Angebot zu dem Thema.

    Am Ende des Tages gewinnt der Markt, wenn wir uns gegenseitig anstacheln, besser und besser zu werden. Also: Immer sportlich bleiben!

    Herzlichst, Uli

  2. 2 Stephan said at 20:39 on April 19th, 2007:

    Lieber Uli,
    Du hast wahrscheinlich recht und mit Eurer Börse habt Ihr in der Tat ein…sagen wir mal „mutiges“ Ding gestartet. Technologisch ist das ja an sich ebenfalls keine Innovation. Anyway. Ich bin vor allem erstaunt wie weit meine Analogie doch zu tragen scheint, denn die Versuche der Chinesen den Transrapid zu kopieren haben auch am Ende dazu geführt, dass Thyssen über einen Export der Original-Technologie nachdenkt (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,438059,00.html)…
    😉 Das haben die Chinesen doch irgendwie geschickt eingefädelt (um mal Olli Dittrich zu zitieren).

  3. 3 Martina Pickhardt said at 12:28 on April 20th, 2007:

    ach jungs, vielleicht sollte ich doch meine ifay/cocus software wieder auf den markt werfen… als open source:)

  4. 4 Stephan Noller said at 12:55 on April 20th, 2007:

    Martina – da müssten wir uns ja mit noch so ner „ichkannalles“ 70er Jahre Software rumschlagen…;-)
    Oder um im Bild zu bleiben: Das wäre ja so als würde plötzlich Kim Jong Il mit einem weiteren Hochgeschwindigkeitszug auf den Markt drängen.

  5. 5 Martina Pickhardt said at 13:21 on April 20th, 2007:

    ach nö
    wenn sich 2 Hochgeschwindigkeits- züge gegenüber stehen, reicht ein fahrrad um vorbeizufahren;) (nur um im Bild zu bleiben)

  6. 6 Harald Mertner said at 11:38 on April 23rd, 2007:

    »Berlin–Hamburg in 141 Minuten. Schnelltriebwagen erreicht programmgemäß 122 Stundenkilometer im Durchschnitt.« So überschrieb der »Berliner Lokal-Anzeiger«, da »Zentral-Organ für die Reichshauptstadt«, seine Meldung aufSeite 1 vom Montag, dem 19. Dezember 1932.
    Der Schnelltriebwagen verließ pünktlich 8 Uhr den Lehrter Bahnhof und ist nach 141 Minuten Fahrt um 10.21 Uhr auf dem Hamburger Hauptbahnhof eingetroffen.« Damit sei die bisher schnellste Fahrzeit von Fern-D-Zügen, die auf dieser Strecke 2 Stunden und 59 Minuten betrug, um 37 Minuten unterboten worden. Die Höchstgeschwindigkeit des neuen Triebwagens betrage 155 Stundenkilometer.

    Damit reichte er allerdings nicht an das Tempo des »Schienenzeppelins« heran, der bei einer Fahrt von Bergedorf bei Hamburg nach Berlin-Spandau am 21. Juni 1931 eine Spitzengeschwindigkeit von 231 Kilometer pro Stunde
    erreicht hatte.

    Doch während der propellergetriebene Schienenzeppelin sich wegen mangelnder Betriebssicherheit nicht durchsetzen konnte, und der Bau nach nur einem Exemplar eingestellt wurde, wurde der Schnelltriebwagen in den regelmäßigen Betrieb übernommen und als »Fliegender Hamburger« allgemein
    bekannt…

    Ergo: der Erste war spektakulärer, doch was hat sich nachhaltig durchgesetzt? -:)

  7. 7 Stephan Noller said at 11:41 on April 23rd, 2007:

    Das Fahrrad jedenfalls nicht 😉

  8. 8 Harald Mertner said at 12:15 on April 23rd, 2007:

    Der Start in Hamburg eben auch nicht á la longue.

  9. 9 Martina Pickhardt said at 19:30 on April 23rd, 2007:

    weltweit ist das fahrrad verkehrsmittel Nr. 1 ausserdem
    ist es das erste und bis heute preiswerteste Individualverkehrsmittel…..

    was fällt uns zum Stichwort „Individual“ ein?
    Ach ja: Targeting 😉

  10. 10 Stephan Noller said at 20:39 on April 23rd, 2007:

    Ich hab ja auch prinzipiell gar nichts gegen die Hamburger Fahrrad-Offensive. Im Prinzip war es doch von Anfang an die Aussage meines Artikels, dass die Technologie aus HH eher dem chinesischen Ansatz folgt. Und in Fahrrädern sind die in der Tat führend. Ich halte es einfach nur für problematisch wenn Ihr Euch aus der westlichen Welt noch zusätzlich versuchsweise Hochgeschwindigkeitstechnologie in Eure Fahrräder einbauen wollt. Das war meine ganze Sorge.

  11. 11 Harald Mertner said at 12:24 on April 24th, 2007:

    High-tec Fahrräder aus China – available nach der Olympiade in Peking? Sicherlich nur schlechte Kopien!