IAB Europe Kongress Brüssel

Posted: Juni 4th, 2007 | Author: | Filed under: Found today, nugg.ad | Tags: , , , | 4 Comments »
Let’s interact ist die Überschrift des europäischen Kongresses des Interactive Advertising Bureaus (IAB), welcher am 4. und 5. Juni in Brüssel stattfindet. Neben den wie immer unterhaltsamen Pausen mit interessanten Leuten geht es in den Sessions um den Zustand der Onlinewerbebranche, Entwicklungen, Standards. So wird unter der Überschrift Audience Measurement 2.0 gerade die Zukunft der Reichweitenmessung verhandelt. Mal davon abgesehen, dass ich auf jedes „2.0“ nur noch allergisch reagiere, wundert mich dabei, wie old-fashioned die Branche ist: Hauptziel scheint zu sein, dass Onlinewährungen so zuverlässig und anerkannt sind, wie dies bei Printmedien der Fall ist. Geht es aber im Internet, einem Medium wo jeder Klick Feedback in Form von Daten bedeutet, nicht um etwas ganz anderes? Etwas, was Print, Radio und TV nie werden leisten können? Die Frage der Zukunft ist „Wie mache ich die User in meiner Reichweite – z.B. junge Mütter für P&G – bei möglichst geringen Streuverlusten buchbar?“ Schäfchenzählen ist hingegen nicht mehr angesagt; das ist maximal Internet 0.5.
Nur am Rande: 24h Internetzugang kosten bei dieser Onlinekonferenz 50 €. Eine Frechheit, wie manche Hotels Business im Internet verstehen.

4 Comments on “IAB Europe Kongress Brüssel”

  1. 1 Oliver Pischke said at 15:14 on Juni 5th, 2007:

    Klar, ist schon richtig, dass man den Eindruck haben kann, dass einige Leute in der Branche noch im Gestern stecken. Ihr dagegen vielleicht im Übermorgen?! Es geht aber vordringlich bei solchen Veranstaltungen um das Heute und das Morgen. „Schäfchenzählen“ auf die ein oder andere Art und Weise ist die Basis für eine solide Währung, ohne die kein Vertrauen in einem Markt entstehen kann.

  2. 2 Frank Wagner said at 16:47 on Juni 5th, 2007:

    Oli, weder ist die Branche im Gestern noch sind wir im Übermorgen. Das HEUTE ist nur verdammt komplex.

  3. 3 Christian Pfeiffer said at 17:08 on Juni 5th, 2007:

    Hmhm, Schäfchenzählen ist es zumindest in Deutschland nicht, wäre einfach – raus mit den schwarzen Schafen und den Rest wohlgeschoren und abgeliefert. Es ist eher das Anlegen einer hochtoxischen Virenkultur, sauber und steril arbeiten heißt die Maxime, ein falscher Griff und das Gebräu fliegt Dir um die Ohren.
    Aber dies beschreibt nur den Prozeß. Ob das Ergebnis auf Dauer Relevanz besitzt, steht auf einem anderen Blatt.

  4. 4 Stephan Noller said at 10:15 on Juni 7th, 2007:

    …und das Gebräu fliegt Dir um die Ohren…dabei muss ich gestehen dass ich erst einen Termin bei Coca-Cola in der Deutschland-Zentrale benötigt habe um den Mentos-Cola-Light Bug kennenzulernen. Meine Tochter hat mich auch mal wieder mitleidig belächelt als ich das beim Abendessen stolz erzählt habe. Tja – wie übertragen wir das jetzt auf das Thema hier? Oli ist die Flasche Cola-Light und wir das Mentos? Ich bin unsicher…