QRC & die Pet Shop Boys

Posted: November 27th, 2007 | Author: | Filed under: nugg.ad | Tags: , , | 5 Comments »

QRC steht für Quick Response Code. Diese 2-D-Strichgraphik enthält verschlüsselte Informationen: Adressen von Websites, die sich dem Thema Überwachung widmen. Was das mit „Integral“, dem neuesten Video der Pet Shop Boys zu tun hat? Optisch gut umgesetzt, über die Mucke läßt sich streiten …In Japan schon ein sehr verbreiteter Code, den fast jedes Mobiltelefon entziffern kann. Also: wer oder was verbirgt sich z.B. hinter dieser Graphik?
qrcode.png


5 Comments on “QRC & die Pet Shop Boys”

  1. 1 Lars said at 15:35 on November 27th, 2007:

    Gezwungener Maßen hier folgender Hinweis: es gibt kostenlose Tools für den PC, die einem bei des Rätsels Lösung helfen 🙂

    siehe z.B.: http://www.bctester.de/download.htm

    Das Ergebnis verrate ich trotzdem nicht 😛

  2. 2 Martin said at 16:55 on November 27th, 2007:

    Eine sehr interessante Technik, werde wohl meine nächste Visitenkarte mit diesem teil tunen.

    Achja das Ergebnis ist etwas langweilig 🙂 http://www.nugg.ad

    tools zum thema bei Heise: http://www.heise.de/mobil/artikel/89713/1

    Grüße aus Leipzig

  3. 3 Trüffelschwein said at 17:43 on November 27th, 2007:

    na gut, um das Faß voll zu machen…hier noch ein QRC-Reader – fürs handy. Ob das auch mit den allseits beliebten „Crackberries“, oder gar iPhone funktioniert?
    http://reader.kaywa.com/

  4. 4 cuteKnut said at 17:46 on November 27th, 2007:

    Bäh, die PSB sind doch was für Mädchen -:)
    Ich‘ geh heute lieber zu „Gogol Bordello“ im Maria am Ostbahnhof! http://decenturl.com/sideonedummy/gogol Click Video!

  5. 5 cuteKnut said at 12:04 on November 29th, 2007:

    PS: für Alle die nicht dabei waren…

    Dienstag Nacht, Maria am Ostbahnhof, ein Tollhaus. Gogol Bordello, der Ukrainer der seit 1993 in New York lebt, läßt mit seiner Band den Laden brodeln. Es ist laut, es ist dreckig und es wird viel geschwitzt. Es ist eine dieser Nächte, die man nicht so schnell vergessen wird. Menschen, die sich bis eben noch fremd waren, liegen sich in den Armen oder rempeln sich gen Bluterguss. Waldorfschülerinnen üben sich darin, wie Flummis umher zu springen. Junge und alte Männer entledigen sich ihres T- Shirts und jeglicher Restfunken an Verstand, springen in die Menge und schreien. Es ist eine dieser Nächte, in deren Verlauf man glaubt, sein Leben ändern zu müssen und unbedingt eine Band gründen will. Denn der Grund für derlei Ekstase ist, natürlich, die Musik.

    Schon im zweiten Song schleudert Eugine Hütz, der Frontmann dieser Zigeunerpunkband, sein schweißdurchtränktes T-Shirt dem Deerwisch am Schlagzeug entgegen, stemmt die Faust in die knochigen Rippen und grinst mit weit aufgerissenen Augen. Nachdem zwei Frauen mit Pauken und Becken auf die Bühne marschieren beginnt ein brutaler Rhythmus, der für die nächsten zwei Stunden beim Publikum Ekstase hervorruft. Die Meute tobt. Kein Hemd bleibt trocken. Zuschauer werden auf Händen durch den Raum getragen, auf einem der großen Becken auch der singene Eugene, der aussieht wie ein Pirat aus den Kaparten.
    Eine ungeheure Mischung zwischen Punk und traditioneller Roma-Gypsy-Musik, mit Anleihen an Flamenco, Dub und sogar Metal. Russendisko war gestern, heute gibt es ukrainisches Zigeuner-Cabaret, Weltmusik mit Sexappeal.

    Grund für den kollektiven Kontrollverlust im Club Maria ist neben den wild wahnsinnigen Klängen auch die durchgeknallte Bühnenshow dieses halbnackten Vogels mit wirrem Blick und krächzender Stimme in Kombination mit sieben Musikern, die aussehen, als seien sie einer absurden Phantasie von Emir Kusturica entsprungen und dazu noch formidabel rocken. Herzlich Willkommen im kunterbunten Kosmos von Gogol Bordello, der derzeit wohl abgefahrensten Rebellenband der Welt.

    Selbiges hat auch Madonna, die Trüffelnase für Trends, begriffen. Und Gogol Bordello kurzer Hand zu ihrer neuen Lieblingscombo erkoren. Und so durften Frontmann Eugene Hütz und der weißhaarige Teufelsgeiger Sergej Rijabzew die Königin des Pop bei ihrem Achtziger-Jahre-Hit „La Isla Bonita“ im Sommer 2007 beim „Live Earth“- Konzert in London begleiten.

    Doch wer jetzt befürchtet, dass das ukrainisch-israelisch-russisch-amerikanische Miniorchester vom Mainstream korrumpiert würde, kann sich entspannen: So ein verrückter Rebell wie Hütz lässt sich nicht vereinnahmen. Ihre aktuelle Platte „Super Taranta“ ist vertonte Anarchie. Der zumeist englische Gesang mit derbem Ost-Akzent wird durch serbokroatische Satzfetzen aufgepeppt – doch gerade live zeigt sich: Wovon der „Herr“ singt, ist eh nicht so wichtig. Wichtig ist, dass die Stimmung kocht, wenn Hütz und seine kapelle sich an ihr Publikum verschwenden. Es war Energie pur, es war mitreißend, es war die Party des Jahres.

    (aus der Morgenpost vom 29.11.2007)