“Die Einschaltquoten sind ja eh gelogen”

Posted: April 6th, 2008 | Author: | Filed under: Found today | Tags: , , , , , , | Kommentare deaktiviert für “Die Einschaltquoten sind ja eh gelogen”

Im aktuellen Handelsblatt-Blog „bel-etage“ von Thomas Knüwer und Hans-Peter Siebenhaar (übrigens absolut empfehlenswert!) philosophieren die Herren wirklich ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen über die Sinnhaftigkeit und Nachvollziehbarkeit von TV-Einschaltquoten (in diesem Beitrag: „Die sind tot die wissen es nur noch nicht“) und auch über die neuesten AGOF und IVW-Zahlen (in zwei getrennten Beiträgen „Die sind tot…“ und „Stiller Internet-Riese…“).

Als Ex-Reichweitenbauer bei Infratest/Emnid müssen wir zu solchen Äusserungen natürlich schweigen, bzw. sie mit Nichtbeachtung strafen.

Ist aber einfach trotzdem lustig anzuhören. Was mir besonders gefällt und zum Glück auch nicht Abmahngefährdet ist: Knüwer findet einen grossartigen Vergleich um zu erklären was Media-Agenturen sind: „Wie Paris-Hilton in der Online-Branche“. Bekommen viel nicht selbst verdientes Geld zur Verfügung gestellt und können es ohne Sinn und Verstand ausgeben. Und verdienen auch noch gut dabei. Grossartig!


neue AGOF Zahlen: Glückwunsch an Sevenone!

Posted: Oktober 25th, 2007 | Author: | Filed under: Found today | Tags: , , , , , | 1 Comment »

Die neuen AGOF-Rankings sind gerade rausgekommen und wir freuen uns zu  sehen, dass unser Kunde  SevenOne  Interactive inzwischen  zum zweitgrössten Vermarkter aufgestiegen ist! Herzlichen Glückwunsch!

Ich denke, dass die Münchner Kollegen eine sehr kluge Kombination aus Verwertung Ihrer Marke online und reichweitenstarken Web2.0 Sites gewählt haben die sich jetzt langsam auszuzahlen beginnt. Und wenn das Wachstum in den Web2.0 Angeboten so rasant weitergeht wie in den letzten Monaten (ich sage nur: 3.6 Mrd PI bei studiVZ!) wird das noch nicht das letzte Wort gewesen sein vermute ich – zumal Sevenone unter den Top5 der einzige Player mit nennenswerten Web2.0 Angeboten ist.

Aus Sicht des Behavioral Targetings… Read the rest of this entry »


IAB Europe Kongress Brüssel

Posted: Juni 4th, 2007 | Author: | Filed under: Found today, nugg.ad | Tags: , , , | 4 Comments »
Let’s interact ist die Überschrift des europäischen Kongresses des Interactive Advertising Bureaus (IAB), welcher am 4. und 5. Juni in Brüssel stattfindet. Neben den wie immer unterhaltsamen Pausen mit interessanten Leuten geht es in den Sessions um den Zustand der Onlinewerbebranche, Entwicklungen, Standards. So wird unter der Überschrift Audience Measurement 2.0 gerade die Zukunft der Reichweitenmessung verhandelt. Mal davon abgesehen, dass ich auf jedes „2.0“ nur noch allergisch reagiere, wundert mich dabei, wie old-fashioned die Branche ist: Hauptziel scheint zu sein, dass Onlinewährungen so zuverlässig und anerkannt sind, wie dies bei Printmedien der Fall ist. Geht es aber im Internet, einem Medium wo jeder Klick Feedback in Form von Daten bedeutet, nicht um etwas ganz anderes? Etwas, was Print, Radio und TV nie werden leisten können? Die Frage der Zukunft ist „Wie mache ich die User in meiner Reichweite – z.B. junge Mütter für P&G – bei möglichst geringen Streuverlusten buchbar?“ Schäfchenzählen ist hingegen nicht mehr angesagt; das ist maximal Internet 0.5.
Nur am Rande: 24h Internetzugang kosten bei dieser Onlinekonferenz 50 €. Eine Frechheit, wie manche Hotels Business im Internet verstehen.

IAB declares War on Web Measurement Firms…

Posted: April 24th, 2007 | Author: | Filed under: nugg.ad | Tags: , , , , | Kommentare deaktiviert für IAB declares War on Web Measurement Firms…

Wurde heute von Andreas Cohen – der übrigens einen excellenten Blog zum Thema betreibt – auf diesen Artikel aus den USA hingewiesen: IAB declares WAr on Web Measurement Firms.

„The goal of the IAB and its industry members is to achieve transparency in audience counts and to revise out-of-date methodologies, according to Rothenberg, adding that „despite a multiplicity of reported discrepancies in audience measurements, comScore and NNR each has resisted numerous requests for audits by the IAB and the Media Rating Council since 1999.“

To establish the source of apparent discrepancies between the audience measurements of comScore and Nielsen and those of the server logs of the IAB members, the IAB has asked that both comScore and Nielsen obtain audits of their technologies and processes by the Media Rating Council.

Media companies have often complained about large discrepancies between their own log files and panel companies‘ versions of their traffic.

In addition, the owners of sites serving niche audiences say their traffic can be ignored completely because panels represent a miniscule fraction of the total Web audience and do not accurately reflect all segments.“

In den USA ist man es also endlich auch leid die inkonsistenten und in vielen Fällen schlicht unbrauchbaren Reichweitenzahlen der grossen Anbieter weiter zu akzeptieren. In Deutschland hat das schliesslich dazu geführt, dass man mit der AGOF ein intelligenteres und valideres Verfahren entwickelt hat.

Fragt sich was in den USA und in anderen (auch europäischen) Ländern da in Zukunft passieren wird. Ich glaube persönlich, dass diese Frage nicht nur im Sinne eines besseren Systems zur Reichweitenmessung diskutiert werden wird. Denn die vergleichsweise abstrakten Systeme wie Nielsen und Comscore (seit neuestem auch mit schlechtem corporate blog) sie betreiben sind halt einfach ein bisschen old-fashioned was die eigentlichen Möglichkeiten der Werbesteuerung im Internet anbelangt.

Wer will dauerhaft im rasant wachsenden Medium Internet mit Systemen planen, die für das Medium eigentlich nicht geeignet sind?* Abgesehen von den groben Inkonsistenzen und der Tatsache, dass kleinere Websites und Channels überhaupt nicht adäquat erfasst werden: Muss nicht im Internet – jetzt wo es als Medium wieder ernstgenommen wird – über gänzlich neue, medienadäquatere Formen der Messung und Steuerung von Audiences und Werbung nachgedacht werden?

Wäre der Fight in den USA nicht ein guter Moment um innezuhalten und z.B. zu überlegen wie Lösungen für die direkte Zielgruppenplanung und Ansprache – wie sie das Behavioral Targeting liefert – mit den Audience Measurement Systemen verschränkt werden könnten?

Ich denke wir können gespannt sein wie dieser „War“ ausgeht und ob die Europäer sich hier wirklich raushalten können…

*zur Erläuterung: Die Idee mit einem Panel, also wenigen tausend Leuten die sich bereiterklären sich befragen und Ihr Nutzungsverhalten tracken zu lassen die Gesamtnutzung im Internet abzubilden ist aus anderen Medien wie z.B. TV bekannt und aufs Internet übertragen worden. Nur dass das Internet anders funktioniert als TV und andere Medien, z.B. eine viel höhere at-work Nutzung aufweist, höhere Fragmentierung, andere Nutzungsarten usw.


Was hat nugg.ad mit AGOF zu tun?

Posted: Oktober 25th, 2006 | Author: | Filed under: nugg.ad | Tags: , , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Was hat nugg.ad mit AGOF zu tun?

Es ist ja kein Geheimnis, dass Teile der nugg.ad Mannschaft vorher Teil des AGOF-Teams bei TNS Infratest waren. Dennoch muss man zunächst mal klar sagen: das nugg.ad- System hat überhaupt nichts mit der AGOF zu tun! Es werden keine Daten von AGOF genutzt, dennoch gibt es zwischen den beiden Mess-Systemen zwei Verbindungen:

Zum einen nutzt nugg.ad eine ähnliche Messtechnologie wie die AGOF – beide werden bzgl. Technologie von der Firma Spring versorgt und betreiben einen cookie-basierenden Messansatz. Für uns lag der Vorteil hier vor allem darin, eine bereits erprobte und an vielen Stellen bekannte Messtechnologie zu verwenden. Wir haben die Technologie von Spring allerdings nicht nur im Einsatz, sondern Spring ist sogar an der nugg.ad AG beteiligt.Zum anderen gibt es ein paar spannende Überschneidungen, was die Grundüberzeugungen im jeweiligen Ansatz anbelangt. So hat AGOF beispielsweise beeindruckend bewiesen, dass es möglich ist, technische Messdaten mit Befragungsdaten zu verschmelzen und daraus die Währung abzuleiten. Jetzt muss man kurz innehalten und sich überlegen, was das bedeutet:Technisch gemessene Nutzungsdaten lassen sich mit Befragungsdaten (z.B. Soziodemographie) verknüpfen; und dies in einer vom Gesamtmarkt akzeptierten Qualität!
Stellen Sie sich vor, das ginge sogar mit einem vollautomatisierten Verfahren – in Sekundenbruchteilen… Genau so funktioniert das nugg.ad-System! nugg.ad erhebt Messdaten und Befragungsdaten – beides wird mit einem intelligenten, algorithmengetriebenen System verschmolzen und sofort an das anfragende System zurückgespielt. Natürlich hinkt der Vergleich ein wenig, weil im AGOF System viel mehr getan wird, um die Qualität der Daten sicherzustellen (insbesondere die Transformation vom Unique Client auf den Unique User – auf die nugg.ad gänzlich verzichtet). Aber das Grundprinzip ist identisch.
Der entscheidende Vorteil im nugg.ad Verfahren besteht letztlich aber darin, dass die geschätzten Profile der Nutzer in realtime und für nahezu jeden Klick auf eine teilnehmende Website zur Verfügung stehen – mediaplanning on the fly wird damit Realität.