Facebook-Targeting: womit eigentlich?

Posted: November 10th, 2007 | Author: | Filed under: How to discover the nuggets? | Tags: , , , , , , | 8 Comments »

Man will ja nicht gerne Spielverderber sein und es ist in diesen Tagen ungefähr genauso heikel etwas an Facebook zu kritisieren wie sich kein Iphone zu kaufen.

Aber ich muss schon sagen dieser ganze Hype bzgl. des grandiosen Facebook-Targetings (bzw. auch was Myspace da gelaunched hat) ist mir schon ein Rätsel. Jetzt wo ich es mir mal genauer angesehen habe umsomehr (ja, ich habe jetzt einen  Facebook-Account!).

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Grossartige Werbung, wirklich

Posted: Mai 3rd, 2007 | Author: | Filed under: nugg.ad | Tags: , , | Kommentare deaktiviert für Grossartige Werbung, wirklich

Heute wird im Werbeblogger auf diese fantastische neue Kampagne von 20th Century Fox hingewiesen:

Das Kampagnenbeispiel gibts hier: http://www.boreme.com/boreme/funny-2006/angry-german-kid-p1.php

Mutige stellen den Lautsprecher an und öffnen die Bürotür. Und dann durchhalten! Man kann bei dem Spot auch schön darüber sinnieren wie schön es ist Kinder zu bekommen und warum man die früh mit den neuen Medien in Kontakt bringen sollte. Und dass Computerspiele dem Aggressionsabbau dienen. Und und und…

Generell ist das Dilemma auf das hier hingewiesen wird natürlich auch dramatisch – für uns im Besonderen. Werbung im Internet muss nicht nur besser an die richtige Zielgruppe kommuniziert werden usw. – sie muss auch besser werden. Zielgruppenspezifischer, adäquater. Internet-Werbung folgt einfach noch viel zu stark dem Duktus der klassischen Kampagne und dem one size fits all Muster. Die dramatischste Verbesserung liesse sich mit Behavioral Targeting dann erzielen, wenn es eine viel grösser Vielfalt in der Kreation gäbe, viele zielgruppenspezifische Motive, Werbemittel, Platzierungen. Dann fängt das Spiel an spannend zu werden (und man kann an dem Jungen in dem Spot sehen was passiert wenn ein Spiel richtig spannend wird…).


IAB declares War on Web Measurement Firms…

Posted: April 24th, 2007 | Author: | Filed under: nugg.ad | Tags: , , , , | Kommentare deaktiviert für IAB declares War on Web Measurement Firms…

Wurde heute von Andreas Cohen – der übrigens einen excellenten Blog zum Thema betreibt – auf diesen Artikel aus den USA hingewiesen: IAB declares WAr on Web Measurement Firms.

„The goal of the IAB and its industry members is to achieve transparency in audience counts and to revise out-of-date methodologies, according to Rothenberg, adding that „despite a multiplicity of reported discrepancies in audience measurements, comScore and NNR each has resisted numerous requests for audits by the IAB and the Media Rating Council since 1999.“

To establish the source of apparent discrepancies between the audience measurements of comScore and Nielsen and those of the server logs of the IAB members, the IAB has asked that both comScore and Nielsen obtain audits of their technologies and processes by the Media Rating Council.

Media companies have often complained about large discrepancies between their own log files and panel companies‘ versions of their traffic.

In addition, the owners of sites serving niche audiences say their traffic can be ignored completely because panels represent a miniscule fraction of the total Web audience and do not accurately reflect all segments.“

In den USA ist man es also endlich auch leid die inkonsistenten und in vielen Fällen schlicht unbrauchbaren Reichweitenzahlen der grossen Anbieter weiter zu akzeptieren. In Deutschland hat das schliesslich dazu geführt, dass man mit der AGOF ein intelligenteres und valideres Verfahren entwickelt hat.

Fragt sich was in den USA und in anderen (auch europäischen) Ländern da in Zukunft passieren wird. Ich glaube persönlich, dass diese Frage nicht nur im Sinne eines besseren Systems zur Reichweitenmessung diskutiert werden wird. Denn die vergleichsweise abstrakten Systeme wie Nielsen und Comscore (seit neuestem auch mit schlechtem corporate blog) sie betreiben sind halt einfach ein bisschen old-fashioned was die eigentlichen Möglichkeiten der Werbesteuerung im Internet anbelangt.

Wer will dauerhaft im rasant wachsenden Medium Internet mit Systemen planen, die für das Medium eigentlich nicht geeignet sind?* Abgesehen von den groben Inkonsistenzen und der Tatsache, dass kleinere Websites und Channels überhaupt nicht adäquat erfasst werden: Muss nicht im Internet – jetzt wo es als Medium wieder ernstgenommen wird – über gänzlich neue, medienadäquatere Formen der Messung und Steuerung von Audiences und Werbung nachgedacht werden?

Wäre der Fight in den USA nicht ein guter Moment um innezuhalten und z.B. zu überlegen wie Lösungen für die direkte Zielgruppenplanung und Ansprache – wie sie das Behavioral Targeting liefert – mit den Audience Measurement Systemen verschränkt werden könnten?

Ich denke wir können gespannt sein wie dieser „War“ ausgeht und ob die Europäer sich hier wirklich raushalten können…

*zur Erläuterung: Die Idee mit einem Panel, also wenigen tausend Leuten die sich bereiterklären sich befragen und Ihr Nutzungsverhalten tracken zu lassen die Gesamtnutzung im Internet abzubilden ist aus anderen Medien wie z.B. TV bekannt und aufs Internet übertragen worden. Nur dass das Internet anders funktioniert als TV und andere Medien, z.B. eine viel höhere at-work Nutzung aufweist, höhere Fragmentierung, andere Nutzungsarten usw.


Warum ist Reichweite so wichtig?

Posted: November 6th, 2006 | Author: | Filed under: nugg.ad | Tags: , , , | 2 Comments »

Viele Targeting-Systeme im Markt arbeiten mit folgender Annahme: Wenn ein user x-mal auf Artikel im Bereich Finanzen klickt, ist er „finanz-affin“. Wunderbar… und richtig! Dieser Ansatz liefert mit hoher Wahrscheinlichkeit valide Daten für das Targeting. Mit solchen Profilen lässt sich dann glänzend Targeting für die Website anbieten – leider jedoch nur für einen kleinen Bruchteil der User der Website.

Warum? Der User – vor allem technisch gemessen – ist ein relativ flüchtiges Wesen. Das zeigen nahezu alle Messungen in den letzten Jahren. Viele User kommen nur selten auf ein und dieselbe Website und bleiben zudem nur für wenige Klicks. Zusätzlich ist es so, dass mindestens 100 gute Quellen im Netz existieren, um sich über Finanz-Themen zu informieren – alle kostenlos! Das bedeutet in der Konsequenz, dass nur ein Teil der finanz-affinen User sich immer auf derselben Website über Finanzen informiert. Der Großteil kommt überhaupt nur selten vorbei und nutzt hier und dort mal einen Artikel. Zudem löschen auch noch viele User ihre cookies!

Wenn das Targeting-System jetzt also immer warten muss, bis x-mal irgendwo geklickt wurde und das für jeden relevanten Themenbereich, dann heißt das automatisch, dass dieses Targeting nur für einen Bruchteil der User zur Verfügung stehen kann. Man könnte auch sagen: Mit einem so gestrickten Targeting implodieren die verfügbaren Reichweiten automatisch.

Um diesem Effekt entgegenzusteuern wird man also dieses Targeting mit anderen Maßnahmen – die auch für niedrigfrequente Nutzer greifen – kombinieren müssen. Ein komplizierter Prozess. Wir denken, dass Targeting-Systeme sich auch daran messen lassen müssen, für welchen Teil der tatsächlichen Nutzer eines Angebotes sie Targeting-Informationen zur Verfügung stellen können. Darum ist Reichweite ein wichtiges Kriterium fürs Targeting.