Google macht einen entscheidenden weiteren Schritt

Posted: März 6th, 2008 | Author: | Filed under: Found today | Tags: , , , | Kommentare deaktiviert für Google macht einen entscheidenden weiteren Schritt

Also ich gehöre wirklich nicht zu den Google-Hysterikern. Aber das was mich heute in unserem Analytics-Account angelächelt hat ist schon ein Hammer: 

Google Analytics Data Sharing Settings

In order to improve your experience with Google products, Google Analytics is updating its data sharing policy. You now have the ability to share your Analytics data with other Google services. This will improve integration, enable additional features in Google’s advertising services (including Google Analytics, AdWords and AdSense) and improve your experience with these products.

Press „Accept“ to enable data sharing between Google Analytics and other Google services or for additional options, choose „More data sharing options“.

Remind me later | More data sharing options | Do not share data | Learn more
 

Da wird mal eben mit ner kleinen Zwischenmeldung eingeführt was man irgendwie nie für möglich gehalten hat: Google bietet Analytics nur an um die Seiten noch besser auszuspäen und die eigenen Werbeprogramme daraufhin zu optimieren. Irgendwie unfassbar.Also mal ganz ehrlich: wenn ich irgendwie mit meiner Site Geld mit Werbevermarktung verdienen würde wäre das der letzte Analytics-Tag für mich. Natürlich ist es nur eine Option und man kann auch nein sagen, schon klar. Klar ist aber auch dass Google zum einen darauf zählt dass viele gar nicht genau lesen und einfach ok klicken. Vor allem aber wird jetzt schon nochmal deutlicher wohin es gehen soll: Nette freie Services mit einem einzigen klaren Zweck: Daten sammeln und darauf basierend Werbung zu vermarkten. Nicht dass das an sich böse wäre, aber die kommen halt mit Ihren freien Services schon eher wie nette Kumpel daher die Spass an tollen Internet-Applikationen haben (siehe Maps). Irgendwie schon ein ziemlich linkes Spiel, insbs. wenn jetzt auch noch Doubleclick ins Spiel kommt… 


Googles Problem mit IP-Adressen

Posted: Januar 22nd, 2008 | Author: | Filed under: nugg.ad | Tags: , , , , | 2 Comments »

Interessanter Artikel über die heutige Anhörung vor der EU. Google (und auch andere Anbieter) unterschätzen einfach die immense Bedeutung der IP-Adresse des Users im Zusammenhang mit dem europäischen Datenschutz. Ich verstehe aber ehrlich gesagt nicht wirklich warum dieses Risiko eingegangen wird – es ist tatsächlich überhaupt kein Problem eine Anwendung so zu bauen dass komplett auf die Nutzung von IP-Adressen verzichtet wird (dabei können sogar Regio-Informationen beibehalten werden). Einfach „nicht speichern“ der IP-Adressen reicht übrigens nicht – datenschutzgerecht ist es erst wenn die IP-Adressen überhaupt gar nicht erst in das jeweilige System gelangen. Dafür können wahlweise strenge Anonymizer verwendet werden die aber bei grossen Applikationen ein Lastproblem verursachen oder schwächere Anonymisierdienste die ebenfalls die User-IP durch eine anonyme technische IP ersetzen. Wenn jetzt dieser Anonymisier-Dienst noch von einer unabhängigen Partei betrieben wird ist selbst für harte Datenschützer in Bezug auf die IP alles im grünen Bereich. Und Schäuble ärgert sich 😉

Ich verstehe nicht warum das soo schwierig ist und Google so dämlich Risiken eingeht. Das schadet der ganzen Branche.


Werbung vom Kopf auf die Füsse gestellt – oder?

Posted: August 21st, 2007 | Author: | Filed under: nugg.ad, Targeting | Tags: , , , , | 2 Comments »

Manchmal frage ich mich warum eigentlich immer alle Welt meint Google hätte die Online-Werbung vom Kopf auf die Füsse gestellt.

google.gif

ok – für Anzeigen auf der Suchseite kann man das schon sagen, 2.5% CTR sind wirklich beeindruckend. Aber zwei Dinge finde ich mindestens ebenso beachtlich. Zum einen, dass Google mit AdSense, also den Anzeigen auf irgendwelchen Websites gesteuert nach Content-Passung so unglaublich normal-schlecht performed. Die 0.03% CTR liegen sozusagen absolut gleichauf mit den globalen Klickraten die z.B. von AdTech kürzlich reported wurden (ok, Google ist so schlecht wie normale Online-Werbung noch vor kurzem war). Das zweite ist: Durch ein paar einfache UI-Tricks und das grosse Vertrauen aus dem Suchmaschinen-Geschäft bringt Google einen dazu das „Content-Werbenetzwerk“ einfach mitzubuchen – es ist wirklich tricky das einfach mal abzuschalten. Und hier fliegen einem die Impressions dann nur so um die Ohren, natürlich mit infernalischen Klickraten, von den Conversions etc. dieser Zufallsklicker mal ganz zu schweigen. Vor allem aber wird hier wirklich Geld verdient wie man im Report oben schön sehen kann. Irgendwie weiss ich nicht ob man sauer sein oder einfach Respekt haben sollte vor so viel Geschäftssinn.

Ach, was mir beim Eingeben der Tags grad noch klar wird: Ist auch ein schönes Beispiel für die Skalierungsprobleme von Behavioral Targeting (ja, AdSense ist auch BT!) und die verzweifelten Lösungen die da gesucht werden um das mit ordentlich Reichweite zu verknüpfen…


Faulheit & Melancholie?

Posted: August 6th, 2007 | Author: | Filed under: nugg.ad | Tags: | 3 Comments »

Was googlen die Deutschen je nach Wohnort im Internet?

Generell sind „Reichtum“ und „Fortschritt“ ostdeutsch.
Nach „Karriere“, „Gier“ und „Geld“ suchen eher Westler.
Oft werden in einzelnen Städten verwandte Begriffe gesucht: In München „Karriere und Profit“, in Dresden „Flirt“ und „Spannung“. In Hamburg „Arroganz, Hass, Lust & Spaß“ und in Augsburg „Seitensprung“ und „Leidenschaft“ gesucht. In Bielefeld nach „Glück“ und „Lachen“. Und auch „Hoffnung“ und „Angst“ liegen nahe beieinander – in Gießen.

In Berlin nicht „arm, aber sexy“!


Ist Google der Tsunami der Online-Branche?

Posted: April 14th, 2007 | Author: | Filed under: Found today, nugg.ad | Tags: , , | 2 Comments »

Bisher war es in der klassischen Online-Vermarktung immer die Frage: Wie kann ich gegen Google mit Online-Werbung standhalten? Wie kann dem gigantische Feldzug Einhalt geboten werden, dem Self-Service Gedanken, der Düpierung von Agenturen, der CPc Getriebenheit?

Jetzt heisst es neu: Wie kann ich mich gegen Google behaupten – unter Verwendung von Google-Technologie! Mit dem Kauf von Doubleclick hat sich die Situation dramatisch geändert. Doubleclick hat einen Marktanteil von etwa 80% in Deutschland. Google hat schon die Werbe-Erlöse im Search-Bereich zu grossen Teilen für sich beansprucht – jetzt auch noch 80% des klassischen Marktes – wow! In Zukunft werden also grob 2/3 der gesamten deutschen Werbeumsätze durch Googles Hände gehen.
Was wird das für Konsequenzen haben? Werden die Agenturen immer noch Doubleclick einsetzen in Zukunft obwohl Google sie einst so krass vor die Tür gesetzt hat? Werden die Publisher und Vermarkter diese „change of control“ bei Ihrer Schlüsseltechnologie schlicht hinnehmen? Was wird das alles für unser Thema Targeting bedeuten?

Auch wenn ich nicht zu den notorischen Google-Hassern gehöre – ich glaube nicht, dass dem europäischen Markt damit ein guter Dienst erwiesen wurde.


Behavioral Targeting in 2nd Life

Posted: März 24th, 2007 | Author: | Filed under: nugg.ad, Targeting | Tags: , , , | Kommentare deaktiviert für Behavioral Targeting in 2nd Life

Wir werden in den nächsten Tagen vermutlich weltweit als erste Behavioral Targeting für ein Werbenetzwerk in 2nd Life starten!
Unser Partner dabei ist Sebastian Küpers der in seinem Blog ein paar Einblicke in sein Werbenetzwerk gibt. Sebastian hat ein paar wirklich coole Werbetürme designed und im deutschsprachigen Teil von 2nd Life an prominenten Stellen aufgebaut. Die Türme werden über einen virtuellen Ad-Server zentral gesteuert und demnächst halt auch auf Basis der Nutzerprofile von Besuchern mit passender Werbung bestückt. Im Prinzip ist das also eine Art personalisierte Aussenwerbung oder auch Digital Signage wie es in Wikipedia heisst. Angeblich arbeitet Google ja an solchen Konzepten (siehe auch mein älterer Artikel hier dazu: Kann Werbung glücklich machen?).

Wir werden Euch hier über die Aufbauarbeiten auf dem Laufenden halten und sehen uns dann hoffentlich bald in 2nd Life…


Kleinere Websites sind die besseren Werbeträger

Posted: Januar 29th, 2007 | Author: | Filed under: Found today | Tags: , , , | 1 Comment »

Bisher konzentrierten Mediaplaner ihre Budgets auf Big Player wie Google, Yahoo & Co. Laut einer vor kurzem veröffentlichten Studie des US-Marktforschungsinstituts Media Screen soll das aber ein Fehler sein. Das Ergebnis ihrer Umfrage zeigte, dass kleinere Online-Anbieter oftmals die besseren Konsumenten anziehen: 42 Prozent kleiner Spezial-Websites mit weniger als einer Million Unique Usern pro Monat böten Werbung, die den Nutzer tatsächlich auch interessiere, so das Ergebnis. Werbetreibende könnten somit auf diesen Websites besonders aufmerksame Konsumenten mit einer für sie besonders relevanten Botschaft erreichen…


Targeting 3.0 – kann Werbung glücklich machen?

Posted: Dezember 13th, 2006 | Author: | Filed under: How to discover the nuggets?, nugg.ad, Targeting | Tags: , , , , , | Kommentare deaktiviert für Targeting 3.0 – kann Werbung glücklich machen?

Werbung soll zielgenauer und relevanter werden. Daher wird unter Hochdruck an Technologien gearbeitet, welche nicht nur die User im Internet automatisch identifizieren können: So existieren bereits u.a. Möglichkeiten, um mit Überwachungskameras Personen zu erkennen und zu verfolgen. Aus technischer Sicht scheinen wir nicht mehr weit von einem Szenario entfernt zu sein, wie es Tom Cruise in Minority Report beim Betreten einer GAP-Filiale wiederfährt (siehe unten). Angeblich arbeitet Google bereits an Targeting-Szenarien für die Außenwerbung (Warum kauft Google einen Radiovermarkter??)

Mich würde interessieren, wohin diese Entwicklung gehen wird oder soll? Wird relevantere Werbung automatisch zu Szenarien wie in diesem Film führen? Oder ist es doch möglich, Werbung relevant aber auch smart zu realisieren, so dass sie als Service empfunden wird und uns hier und dort vielleicht sogar glücklich macht?

Ich habe dazu ein paar Fragen formuliert und mich würden eure/Ihre Antworten interessieren. Zusätzlich werden wir in loser Folge die ein oder andere Person aus der Szene zu diesen Fragen interviewen und die Ergebnisse hier veröffentlichen…
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Und hier die Fragen dazu:

  1. Sieht so die Werbung der Zukunft aus?
  2. Wie kann Targeting so eingesetzt werden, dass die Werbung wirklich als relevant empfunden wird und nicht als aufdringlich?
  3. Google AdWords werden bereits heute von vielen Usern als so relevant und auf persönliche Interessen zugeschnitten wahrgenommen wie in diesem Film. Trotzdem fühlt sich niemand bedroht durch die Anzeigen, die den User „ansprechen“. Was macht freundliches Targeting aus, das als Service empfunden wird?
  4. Wir sind im Jahr 2016, es ist Montag morgen. Was passiert auf Ihrem Weg zur U-Bahn?
  5. Hat Werbung Sie schon mal glücklich gemacht?

Warum ich Google, Microsoft und auch die Bibel mag

Posted: November 12th, 2006 | Author: | Filed under: Nuggets & Schmankerln | Tags: , , | Kommentare deaktiviert für Warum ich Google, Microsoft und auch die Bibel mag

Was ich an Google AdSense zuweilen besonders liebe, ist dessen Unterhaltungswert. So auch neulich wieder im Umfeld meines aktuellen Lieblingsvideos von und mit Steve Ballmer „Advertising, Advertising, Advertising“. Der Mann rockt, dass es eine Freude ist.

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Wie Google jedoch dazu kommt, eine Anzeige mit dem Text „Next Pope is John Paul II“ mit Ballmer zu verbinden, erschließt sich mir nicht. Google nichts Böses im Zusammenhang mit Microsoft unterstellend und dem AdSense-Kundenversprechen folgend, „Anzeigen so gut auf den Content Ihrer Website abgestimmt, dass die Besucher sie als nützlich empfinden“, klicke ich einfach mal. Und siehe da, auf worldslastchance.com lese ich unter anderem „Wenn jemand das Tier anbetet …, der wird von dem Wein des Zornes Gottes trinken“ Aha!