Impressa this is not impressive

Posted: August 20th, 2007 | Author: | Filed under: Found today, Off topic | Tags: , , | 2 Comments »

Wird es jemals geschehen, dass ich diese verdammte Kaffee-Maschine aufsuche und sie mir einfach einen Kaffee offeriert, so ganz ohne Zusatzanfragen? Ich glaube nicht. Jedes mal, JEDES MAL, egal zu welcher Tages- oder Wochenzeit sagt das Display „Bitte Wassertank auffüllen“, „Bitte reinigen“, „Behälter leeren“, „Bohnen leer“ usw.. Es ist wirklich verhext* und zieht einen total runter manchmal. Ich bin mit Arnold Schwarzenegger ja auch der Meinung, dass irgendwann die Maschinen die Macht übernehmen werden (wahrscheinlich wird einer der nugg.ad Gründer sogar als TEil dessen gesehen und bald umgebracht). Aber dass es auf so einem wenig glamourösen, total nervigen Weg geschehen wird war mir nicht klar. Mann mann mann…

*ok ein Grund ist auch, dass die Kollegen hier nix machen oder bestenfalls in den restlichen Bohnen rumstochern um noch einen Kaffee rauszufummeln, ja das ist auch ein Erziehungsproblem (beliebt ist auch: nur soviel Wasser nachgiessen dass es für eine Tasse reicht)


Der Stil ist der genaue Abdruck der Qualität des Denkens

Posted: August 8th, 2007 | Author: | Filed under: nugg.ad | Tags: , | Kommentare deaktiviert für Der Stil ist der genaue Abdruck der Qualität des Denkens

Es gibt für mich kaum etwas Unangenehmeres als mit Leuten (bzw. für Leute) arbeiten zu müssen die keinen Stil haben. Klingt altmodisch, ich weiß. Jetzt könnte man sagen, dass das böse Geschäftsleben so was halt mit sich bringt, die Finanzabteilung zahlt keine Rechnungen wegen der Liquidität und erzählt auf Rückfragen erlogene Geschichten („müsste längst freigegeben sein“ etc.), juristische Fußangeln werden hinterrücks eingebaut um sich später rauseiern zu können, es wird hintenrum getuschelt und gemutmaßt, vertrauliche Informationen gelangen innerhalb von Sekunden dorthin wo sie nicht hinsollten usw. Es stimmt schon, vieles davon ist zu einem Masse eingerissen, dass man es fast schon resignierend als Business-Alltag bezeichnen und sich darin ergeben müsste. Und es stimmt wohl auch, dass die Online-Branche da nicht gerade positiv heraussticht… Komischerweise gibt es aber eine Menge von Leuten die in genau dieser Branche arbeiten, untern dem selben Verkaufs- und Kostendruck und trotzdem Haltung bewahren, die Sache sozusagen mit Stil ertragen. Das sind gar nicht so wenige. Also bleibe ich bei meiner Überzeugung, dass es letztlich doch eine ganz persönliche Entscheidung ist ob man versucht seinen Erfolg mit Lügen, Tricksereien und blöden Spielchen oder schlicht mit guter Arbeit und Qualität zu erreichen. Früher hätte man vermutlich auch mit „Anstand“ argumentiert – finde ich auch nicht unpassend. Eine persönliche Entscheidung jedenfalls und letztlich ein Abdruck der Qualität des Denkens – also eigentlich nichtmal nur eine „Stilfrage“. Jedenfalls gibt es nichts befreienderes als das Gefühl nicht mit jedem und in jeder Art arbeiten zu müssen…


Thomas von der Post, Onlinewerbung und die Neonazis

Posted: Juni 7th, 2007 | Author: | Filed under: Found today, nugg.ad | Tags: , , , , | 3 Comments »

Gerade habe ich einen aufgeregten Artikel aus der Netzeitung unter der Überschrift „Gottschalk im Netz neben Neonazis“ gelesen und dabei festgestellt, dass offensichtlich weder der Redakteur noch die Unternehmen Deutsche Post und O2, um die es geht, das Internet so richtig verstanden haben. Aufreger ist, dass Onlinewerbung für beide Unternehmen in einem rechtslastigen Umfeld unter der Toplevel-Domain irgend einer Insel im Südpazifik aufgetaucht ist. So heißt es unter anderem: Eine zweifelhafte Frucht der Globalisierung besteht darin, dass diese Seiten sich unter anderem durch Werbung renommierter Marken finanzieren. Die zugehörigen Konzerne wissen oft gar nicht, wie ihnen geschieht…“ Mir kommen die Tränen.

So ein Unsinn! Werbetreibende akzeptieren gern, dass jeder Dödel ihre Produkte kauft, egal ob schwarz, rot oder auch braun. Dazu werden – ganz traditionelle Mediaplanung – der Form nach korrekte Umfelder gebucht, wobei egal ist, ob ein braver Spießbürger oder ein Jogginghosen tragender Neonazi dumpf vor der Glotze sitzen, so lange sie nach Alter und Geschlecht nur zur Zielgruppe gehören.

Damit wir uns nicht falsch verstehen, ich finde es nicht lustig, wenn sich Naziseiten mit Werbung finanzieren. Aber schütten wir doch nicht gleich das Kind mit dem Bade aus. Dass Unternehmen im Internet an Kontrolle verlieren, ist unvermeidlich. Böse sind nicht die Globalisierung, nicht das Internet, nicht die Onlinewerbung nicht der Vermarkter. Böse sind Nazis, Kinderschänder und andere Lumpen. Und wenn Post und Mobilfunk in diesem Umfeld nicht stattfinden wollen, dann sollten sie am besten überhaupt nicht mehr werben, ihre Shops in brandenburgischen Plattenbausiedlungen schließen und zusätzlich zur SCHUFA bei Vertragsabschluss die Gesinnung abfragen. Dass dem nicht so ist, habe ich erst neulich wieder erlebt, als ich mich spätabends auf dem Nachhauseweg still und ängstlich an einer einsamen DHL-Packstation vorbeischlich, in deren Umfeld unter einem rot-gelben DHL-Logo sturzbesoffene Glatzköpfe rumpöbelten.

Soll ich jetzt aus politischen Gründen keine Pakete mehr verschicken?

Nachtrag: Keine Naziseite kann sich ernsthaft durch Werbung finanzieren. Der TKP (Tausenderkontaktpreis) in solchen Ramschumfeldern liegt üblicherweise unter einem Euro. Und wenn jetzt wirklich mal 1000 Leute (1 €?) auf dieser Mistseite waren, so dürfte das vor allem dem erwähnten Artikel geschuldet sein. Qualitätszielgruppen und -umfelder kosten nun mal mehr, hätten aber das Problem vermieden. Das war die Sache den Werbetreibenden und Agenturen aber wohl nicht wert. Hauptsache Masse, Hauptsache billig – es ist zum Speien.


Microsoft bekennt sich zu Predictive Behavioral Targeting

Posted: Mai 29th, 2007 | Author: | Filed under: Found today, How to discover the nuggets?, nugg.ad | Tags: , , , | 4 Comments »

Kürzlich ist ein Bericht aus dem Microsoft AdLabs an die Öffentlichkeit gedrungen. Demnach arbeitet MS an Technologien um aus dem Nutzungsverhalten mit statistischen Verfahren auf soziodemographische Daten der Nutzer zu schliessen…ts ts ts.

Wir sind ja an sich von unserer Mission und dem Ansatz des Predictive Behavioral Targeting überzeugt – aber dass sich direkt so ein Dickschiff zu dieser Vorgehensweise bekennt ist schon beachtlich. Ich kann nur sagen – Hamburg es wird langsam eng 😉 – aber die Tür steht immer noch offen…

Im Ernst: Es wird tatsächlich für die Online-Werbebranche und alle Behavioral Targeting Anbieter eine der grossen Herausforderungen der Zukunft sein intelligente und belastbare Lösungen für dieses Problem zu finden. Und liebe Kollegen – bitte nicht schon die Sektkorken knallen lassen wenn mit halbwegs brauchbarer Qualität eine Vorhersage für Geschlecht gelingt. Auf Dauer wird die Werbebranche erwarten mit allen relevanten soziodemographischen Merkmalen planen zu können die für Werbung eben relevant sind, also Alter, Geschlecht, aber eben auch Einkommen, Bildung, Kinder etc.

Und da hört es noch nicht auf. Irgendwann wird der Tag kommen wo Ihr feststellen werdet, dass Leute die auf Autoseiten klicken nicht am nächsten Tag ein Auto kaufen. Und dass Nivea-Werbung mit 70% Genauigkeit an „Frauen“ zu liefern auch nicht der Weisheit letzter Schluss ist.

Und noch eine Frage wird zu beantworten sein – wie es möglich ist solche Verfahren anzuwenden ohne direkt den Schäuble-Preis für Bürgernähe zu bekommen und damit zu den offiziellen Unterstützern des G8-Gipfels zu zählen…

Dass Microsoft übrigens noch eine kleine Wegstrecke vor sich hat zeigt das ansonsten faszinierende Tool hier: http://adlab.microsoft.com/dpui/DPUI.aspx

Einfach mal www.brigitte.de eingeben oder www.eltern.de…


Buchempfehlung: The Online Advertising Playbook

Posted: Mai 2nd, 2007 | Author: | Filed under: Berlin, San Francisco & El Dorado, Found today, Targeting | Tags: , , , , | Kommentare deaktiviert für Buchempfehlung: The Online Advertising Playbook

Gestern habe ich auf der ad:tech ein lesenswertes Handbuch zum Thema Onlinewerbung erstanden. Das 300-Seiten-Werk riecht noch nach Druckerpresse, kommt es doch erst am 30. April offiziell in den Buchhandel. Ausführlich behandelt werden unter anderem die Themen Targeting und Online Audience Measurement. Amerikanisch locker, dabei aber solide geschrieben und mit zahlreichen Case-Studies versehen, ist die Lektüre einfach, ja fast entspannend dabei aber durchaus bildend. „selecting the right audience is a much larger driver of online campaign performance than is … creative theme“. Yeaahhh!

The Online Advertising Playbook: Proven Strategies and Tested Tactics from the Advertising Research Foundation von Joe Plummer, Taddy Hall, Robert Barocci. Erschienen 2007 bei Wiley & Sons, ISBN: 978-0470051054. Für etwa 32 € über Amazon.de auch in Deutschland erhältlich.


Die umworbenen YOU des Jahres 2006

Posted: Dezember 17th, 2006 | Author: | Filed under: Found today, Gold rush | Tags: , , , | Kommentare deaktiviert für Die umworbenen YOU des Jahres 2006

Wie 2.0 ist die Werbung von heute? Seien wir ehrlich, gar nicht.

Das US-Magazin „Time“ kürt jetzt immerhin YOU – und damit alle Bürger der digitalen Welt – zur Person des Jahres 2006. YOU ist somit wichtiger als Kim Jong-il oder Papst Benedikt XVI. Dass Gruppen anstelle von Einzelpersonen zum bestimmenden Einfluss des Jahres gewählt werden ist nicht neu: 1966 war es die Generation der Unter-25-Jährigen, 1975 waren es die amerikanischen Frauen und 1982 der Computer. „Time“ lag jedes Mal richtig; es waren Megatrends, die so gewürdigt wurden.

Was nun, liebe Werber, hat das mit uns zu tun? Eine Menge. Wie unsere Zielgruppen auszusehen haben, was sie sagen dürfen, was sie kaufen, all das bestimmen nicht länger wir. Die Macht übernehmen die da (YouTube Tags „time, person, year“). Nicht einmal der Begriff „Zielgruppe“ passt da noch, seien wir doch ehrlich.

Wenn YOU unsere Marken und Unternehmen liebt, werden wir gefeiert, wenn nicht, gnadenlos verrissen. Bewerben wir also nicht mehr einfach nur die Masse, umwerben wir YOU. Dieser feine Unterschied macht unser aller Erfolg in der Zukunft aus. Umworbene Konsumenten wollen behandelt werden wie flirtende Frauen: mit Charme, Einfühlungsvermögen, Respekt und Leidenschaft. Und, liebe Mitmänner, Zuhören ist eine Tugend – bei Frauen wie auch im Marketing. Erfolg hat nicht mehr unbedingt, wer am lautesten die Masse anschreit, sondern wer auch YOU erreicht – mit Relevanz und persönlicher Wertschätzung.

Time You


Was hat nugg.ad mit AGOF zu tun?

Posted: Oktober 25th, 2006 | Author: | Filed under: nugg.ad | Tags: , , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Was hat nugg.ad mit AGOF zu tun?

Es ist ja kein Geheimnis, dass Teile der nugg.ad Mannschaft vorher Teil des AGOF-Teams bei TNS Infratest waren. Dennoch muss man zunächst mal klar sagen: das nugg.ad- System hat überhaupt nichts mit der AGOF zu tun! Es werden keine Daten von AGOF genutzt, dennoch gibt es zwischen den beiden Mess-Systemen zwei Verbindungen:

Zum einen nutzt nugg.ad eine ähnliche Messtechnologie wie die AGOF – beide werden bzgl. Technologie von der Firma Spring versorgt und betreiben einen cookie-basierenden Messansatz. Für uns lag der Vorteil hier vor allem darin, eine bereits erprobte und an vielen Stellen bekannte Messtechnologie zu verwenden. Wir haben die Technologie von Spring allerdings nicht nur im Einsatz, sondern Spring ist sogar an der nugg.ad AG beteiligt.Zum anderen gibt es ein paar spannende Überschneidungen, was die Grundüberzeugungen im jeweiligen Ansatz anbelangt. So hat AGOF beispielsweise beeindruckend bewiesen, dass es möglich ist, technische Messdaten mit Befragungsdaten zu verschmelzen und daraus die Währung abzuleiten. Jetzt muss man kurz innehalten und sich überlegen, was das bedeutet:Technisch gemessene Nutzungsdaten lassen sich mit Befragungsdaten (z.B. Soziodemographie) verknüpfen; und dies in einer vom Gesamtmarkt akzeptierten Qualität!
Stellen Sie sich vor, das ginge sogar mit einem vollautomatisierten Verfahren – in Sekundenbruchteilen… Genau so funktioniert das nugg.ad-System! nugg.ad erhebt Messdaten und Befragungsdaten – beides wird mit einem intelligenten, algorithmengetriebenen System verschmolzen und sofort an das anfragende System zurückgespielt. Natürlich hinkt der Vergleich ein wenig, weil im AGOF System viel mehr getan wird, um die Qualität der Daten sicherzustellen (insbesondere die Transformation vom Unique Client auf den Unique User – auf die nugg.ad gänzlich verzichtet). Aber das Grundprinzip ist identisch.
Der entscheidende Vorteil im nugg.ad Verfahren besteht letztlich aber darin, dass die geschätzten Profile der Nutzer in realtime und für nahezu jeden Klick auf eine teilnehmende Website zur Verfügung stehen – mediaplanning on the fly wird damit Realität.