Surfer’s Paradise Süd-Jeolla

Posted: Juli 9th, 2007 | Author: | Filed under: Found today, Nuggets & Schmankerln | Tags: , , , | 1 Comment »

Süd-Jeolla ist so etwas wie das Mecklenburg-Vorommern Südkoreas, nämlich landesweites Schlusslicht bei der Verbreitung von schnellen Internetzugängen. „Nur“ 58% der Bevölkerung haben hier einen Breitbandzugang, was immer noch deutlich mehr ist als in jeder beliebigen Region Deutschlands, von Meck-Pom ganz zu schweigen.

Wie Golem meldet, verfügen in Südkorea mittlerweile 90% aller Haushalte über einen breitbandigen Internetzugang. In der Region um die Hauptstadt Seoul sind es gar 107%. Was man auch immer mit mehr als einem Breitbandanschluss pro Haushalt anstellen kann – ich blicke voller Bewunderung in den Osten. Aber ich muss nicht neidisch sein, ziehe ich doch selbst gerade aus dem gediegenen Hamburger Westen ins ostige Brandenburg. Wenn ich dann ab kommender Woche in Potsdam zu Hause bin, surfe ich dank Telekom auch privat mit 16 Mbit, wow. Bei nugg.ad sind wir mit 100 MBit angebunden, also selbst für koreanische Verhältnisse weit vor der Zeit. Noch eine Menge Potential hat hingegen die von mir häufig genutzte Bahnverbindung Berlin – Hamburg: hier sind es oft nur 0 kBit über das grobmaschig gewebte Mobilfunknetz 🙁

Wer sind für die Verbreitung des Internets in Deutschland interessiert, dem empfehle ich den aktuellen (N)ONLINER Atlas, eine Studie von D21 und TNS Infratest und über viele Jahre ein ganz persönliches Baby von mir.


IAB Europe Kongress Brüssel

Posted: Juni 4th, 2007 | Author: | Filed under: Found today, nugg.ad | Tags: , , , | 4 Comments »
Let’s interact ist die Überschrift des europäischen Kongresses des Interactive Advertising Bureaus (IAB), welcher am 4. und 5. Juni in Brüssel stattfindet. Neben den wie immer unterhaltsamen Pausen mit interessanten Leuten geht es in den Sessions um den Zustand der Onlinewerbebranche, Entwicklungen, Standards. So wird unter der Überschrift Audience Measurement 2.0 gerade die Zukunft der Reichweitenmessung verhandelt. Mal davon abgesehen, dass ich auf jedes „2.0“ nur noch allergisch reagiere, wundert mich dabei, wie old-fashioned die Branche ist: Hauptziel scheint zu sein, dass Onlinewährungen so zuverlässig und anerkannt sind, wie dies bei Printmedien der Fall ist. Geht es aber im Internet, einem Medium wo jeder Klick Feedback in Form von Daten bedeutet, nicht um etwas ganz anderes? Etwas, was Print, Radio und TV nie werden leisten können? Die Frage der Zukunft ist „Wie mache ich die User in meiner Reichweite – z.B. junge Mütter für P&G – bei möglichst geringen Streuverlusten buchbar?“ Schäfchenzählen ist hingegen nicht mehr angesagt; das ist maximal Internet 0.5.
Nur am Rande: 24h Internetzugang kosten bei dieser Onlinekonferenz 50 €. Eine Frechheit, wie manche Hotels Business im Internet verstehen.