Facebook-Targeting: womit eigentlich?

Posted: November 10th, 2007 | Author: | Filed under: How to discover the nuggets? | Tags: , , , , , , | 8 Comments »

Man will ja nicht gerne Spielverderber sein und es ist in diesen Tagen ungefähr genauso heikel etwas an Facebook zu kritisieren wie sich kein Iphone zu kaufen.

Aber ich muss schon sagen dieser ganze Hype bzgl. des grandiosen Facebook-Targetings (bzw. auch was Myspace da gelaunched hat) ist mir schon ein Rätsel. Jetzt wo ich es mir mal genauer angesehen habe umsomehr (ja, ich habe jetzt einen  Facebook-Account!).

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Transrapid: Die Erfolgsstory geht weiter

Posted: September 26th, 2007 | Author: | Filed under: Found today, nugg.ad | Tags: , , , , | 2 Comments »

Wir freuen uns auch zu sehen, dass nicht nur das eine Transrapid-Projekt (wir berichteten) jetzt auch mit „Predictive Targeting“ wirbt und damit unsere Linie unterstützt. Wenn heute in Deutschland/Europa Kunden Ausschau nach Lösungen im Predictive Behavioral Targeting halten können sie inzwischen sogar zwischen drei Lösungen wählen wie wir seit neuestem wissen. Bleibt ein kleines Rätsel für den geneigten Blog-Leser wer denn der Dritte im Bunde ist – Martina ist es nicht (wo bleibt sie denn?)…

Doch nicht nur dieses Transrapid-Projekt schreitet unermüdlich voran, auch das reale von Herrn Stoiber erreicht neue Höhenflüge. Wirklich eine schöne Koinzidenz wiedermal.

OK jetzt haben schonmal alle gemerkt, dass einfach nur messen und zählen nicht ausreicht für die Super Börsen-Story. Im zweiten Schritt sollten wir ein bisschen die Schule des predictive modelings im Schnelldurchlauf machen. Also jetzt bitte nicht einfach irgendwas dranfummeln mit SPSS und so, gell? Um nochmal mit Stoiber zu sprechen: „Stellen Sie sich vor – Sie steigen am Hauptbahnhof ein und 10 Minuten…also 10 Minuten steigen Sie ein und direkt, also praktisch ohne Gepäckaufgabe mit jeder Großstadt verbunden…10 Minuten…“.  Man könnte auch sagen „durch simples Drehen eines Reglers…also ganz einfach…REichweite…also einfach den Regler drehen…“.

Generell aber gilt: weiter so.


Die Triple-Win-Situation

Posted: Januar 3rd, 2007 | Author: | Filed under: nugg.ad | Tags: , , , , , , , | 1 Comment »

Onlinewerbung boomt. Auf dem nun schon viertgrößten, milliardenschweren Werbeträger Online werden die Werbeplätze knapp. Schon Anfang 2006 wiesen zwei große Online-Vermarkter auf Engpässe hin – insbesondere in den Bereichen Auto, Reisen, Finanzen und Sport.

Man fragt sich: Was haben diese vier Bereiche, was andere nicht haben?: Drei sind produktaffin. Wer mit Autowerbung Autointeressierte erreichen möchte, macht auf einer Autoseite keine Streuverluste. Das gilt auch für Reiseinteressierte auf Reiseseiten und Finanzinteressierte auf Finanzseiten. Werbekunden in diesen drei Bereichen können sich aber gleich zweifach glücklich schätzen. Erstens finden sie leicht hochgradig produktaffine Werbeumfelder und müssen dort ohnehin kaum Streuverluste bezahlen. Zweitens können sie dank Behavioral Targeting diejenigen Nutzer, die ausreichend häufig auf Auto-, Reise- und Finanzseiten gesurft sind, auch außerhalb dieser Seiten adressieren. Das ist doppelt hilfreich, da die drei Bereiche Auto, Reise und Finanzen zusammen gerade einmal fünf Prozent der IVW-geprüften Page Impressions in Deutschland ausmachen.


Durchschnittliche Verteilung der Page Impressions

Abb.: Durchschnittliche Verteilung der Page Impressions bei
457 IVW-geprüften Online-Angeboten in Prozent
(Stand Nov. 2006; eigene Berechnung)

Der eingangs genannte vierte Bereich, Sport, vereint alleine immerhin vier Prozent der PIs auf sich. Sportseiten sind bei Werbekunden aber nicht deshalb beliebt, weil sie von so vielen Sportinteressierten genutzt werden. Attraktiv ist vor allem der hohe Männeranteil der Sportseitenuser. Denn das bedeutet geringe Streuverluste beim Bewerben von Produkten für Männer – die dabei rein gar nichts mit Sport zu tun haben müssen. Wie Bier. Oder Rasierklingen. Sportseiten sind somit vor allem zielgruppenaffin, nicht produktaffin.

Werbeträger mit einem ausgewogenen Geschlechterverhältnis sind dagegen bei Werbung für geschlechtsspezifische Produkte schnell „stuck in the middle“. Denn Rasierklingen-Werbung bei 50 Prozent Frauen bedeutet schlicht doppelten TKP. Umgekehrt gibt es ja vielleicht auch einen Werbekunden mit Rasierklingen für Damen? Dann entsteht eine wunderbare Triple-Win-Situation: Der Vermarkter kann hundert Prozent Reichweite verkaufen, womöglich zuzüglich Targeting-Aufpreis, und zwei Kunden erhalten effektiv massiv Rabatt, da sie beide keine Streuverluste mehr zahlen müssen.

Erst durch Predictive Behavioral Targeting wird das jedoch möglich. Simples Behavioral Targeting reicht dazu methodisch nicht aus. Denn es gibt keine inhaltlich rasierklingenaffine Webseiten. Es gibt online kein Rasierklingen-Behavior. Es gibt übrigens auch kein Teewurst-Behavior, kein Schokoriegel- und auch kein Toilettenpapier-Behavior. Deshalb müssen Behavior-Daten mit erfragten Informationen zu Demographie, Interessen und Lifestyle angereichert werden. Für jeden einzelnen Nutzer. Dann weiß man nicht nur, dass beispielsweise 50 Prozent der Nutzer Frauen sind. Sondern auch, welche 50 Prozent Frauen sind.


Warum ist Reichweite so wichtig?

Posted: November 6th, 2006 | Author: | Filed under: nugg.ad | Tags: , , , | 2 Comments »

Viele Targeting-Systeme im Markt arbeiten mit folgender Annahme: Wenn ein user x-mal auf Artikel im Bereich Finanzen klickt, ist er „finanz-affin“. Wunderbar… und richtig! Dieser Ansatz liefert mit hoher Wahrscheinlichkeit valide Daten für das Targeting. Mit solchen Profilen lässt sich dann glänzend Targeting für die Website anbieten – leider jedoch nur für einen kleinen Bruchteil der User der Website.

Warum? Der User – vor allem technisch gemessen – ist ein relativ flüchtiges Wesen. Das zeigen nahezu alle Messungen in den letzten Jahren. Viele User kommen nur selten auf ein und dieselbe Website und bleiben zudem nur für wenige Klicks. Zusätzlich ist es so, dass mindestens 100 gute Quellen im Netz existieren, um sich über Finanz-Themen zu informieren – alle kostenlos! Das bedeutet in der Konsequenz, dass nur ein Teil der finanz-affinen User sich immer auf derselben Website über Finanzen informiert. Der Großteil kommt überhaupt nur selten vorbei und nutzt hier und dort mal einen Artikel. Zudem löschen auch noch viele User ihre cookies!

Wenn das Targeting-System jetzt also immer warten muss, bis x-mal irgendwo geklickt wurde und das für jeden relevanten Themenbereich, dann heißt das automatisch, dass dieses Targeting nur für einen Bruchteil der User zur Verfügung stehen kann. Man könnte auch sagen: Mit einem so gestrickten Targeting implodieren die verfügbaren Reichweiten automatisch.

Um diesem Effekt entgegenzusteuern wird man also dieses Targeting mit anderen Maßnahmen – die auch für niedrigfrequente Nutzer greifen – kombinieren müssen. Ein komplizierter Prozess. Wir denken, dass Targeting-Systeme sich auch daran messen lassen müssen, für welchen Teil der tatsächlichen Nutzer eines Angebotes sie Targeting-Informationen zur Verfügung stellen können. Darum ist Reichweite ein wichtiges Kriterium fürs Targeting.