IAB declares War on Web Measurement Firms…

Posted: April 24th, 2007 | Author: | Filed under: nugg.ad | Tags: , , , , | Kommentare deaktiviert für IAB declares War on Web Measurement Firms…

Wurde heute von Andreas Cohen – der übrigens einen excellenten Blog zum Thema betreibt – auf diesen Artikel aus den USA hingewiesen: IAB declares WAr on Web Measurement Firms.

„The goal of the IAB and its industry members is to achieve transparency in audience counts and to revise out-of-date methodologies, according to Rothenberg, adding that „despite a multiplicity of reported discrepancies in audience measurements, comScore and NNR each has resisted numerous requests for audits by the IAB and the Media Rating Council since 1999.“

To establish the source of apparent discrepancies between the audience measurements of comScore and Nielsen and those of the server logs of the IAB members, the IAB has asked that both comScore and Nielsen obtain audits of their technologies and processes by the Media Rating Council.

Media companies have often complained about large discrepancies between their own log files and panel companies‘ versions of their traffic.

In addition, the owners of sites serving niche audiences say their traffic can be ignored completely because panels represent a miniscule fraction of the total Web audience and do not accurately reflect all segments.“

In den USA ist man es also endlich auch leid die inkonsistenten und in vielen Fällen schlicht unbrauchbaren Reichweitenzahlen der grossen Anbieter weiter zu akzeptieren. In Deutschland hat das schliesslich dazu geführt, dass man mit der AGOF ein intelligenteres und valideres Verfahren entwickelt hat.

Fragt sich was in den USA und in anderen (auch europäischen) Ländern da in Zukunft passieren wird. Ich glaube persönlich, dass diese Frage nicht nur im Sinne eines besseren Systems zur Reichweitenmessung diskutiert werden wird. Denn die vergleichsweise abstrakten Systeme wie Nielsen und Comscore (seit neuestem auch mit schlechtem corporate blog) sie betreiben sind halt einfach ein bisschen old-fashioned was die eigentlichen Möglichkeiten der Werbesteuerung im Internet anbelangt.

Wer will dauerhaft im rasant wachsenden Medium Internet mit Systemen planen, die für das Medium eigentlich nicht geeignet sind?* Abgesehen von den groben Inkonsistenzen und der Tatsache, dass kleinere Websites und Channels überhaupt nicht adäquat erfasst werden: Muss nicht im Internet – jetzt wo es als Medium wieder ernstgenommen wird – über gänzlich neue, medienadäquatere Formen der Messung und Steuerung von Audiences und Werbung nachgedacht werden?

Wäre der Fight in den USA nicht ein guter Moment um innezuhalten und z.B. zu überlegen wie Lösungen für die direkte Zielgruppenplanung und Ansprache – wie sie das Behavioral Targeting liefert – mit den Audience Measurement Systemen verschränkt werden könnten?

Ich denke wir können gespannt sein wie dieser „War“ ausgeht und ob die Europäer sich hier wirklich raushalten können…

*zur Erläuterung: Die Idee mit einem Panel, also wenigen tausend Leuten die sich bereiterklären sich befragen und Ihr Nutzungsverhalten tracken zu lassen die Gesamtnutzung im Internet abzubilden ist aus anderen Medien wie z.B. TV bekannt und aufs Internet übertragen worden. Nur dass das Internet anders funktioniert als TV und andere Medien, z.B. eine viel höhere at-work Nutzung aufweist, höhere Fragmentierung, andere Nutzungsarten usw.


Sometimes it’s hard to rock

Posted: April 11th, 2007 | Author: | Filed under: How to discover the nuggets? | Tags: , , , | Kommentare deaktiviert für Sometimes it’s hard to rock

Man denkt ja die Entwickler sitzen da hinten und entwickeln ein super Feature nach dem anderen. Aber manchmal ist die Realität schon krass – jetzt wurden tatsächlich fast 2 Wochen lang ausschliesslich die queries für unser Interface optimiert um alle Abfragen im Bereich von Sekunden abarbeiten zu können. 2 Wochen konzentrierte Arbeit um von 30 auf 3 Sekunden zu kommen.

Aber manchmal sind es auch solche Marginalien die darüber entscheiden ob eine Anwendung alltagstauglich ist oder nicht. Ist jedenfalls super cool jetzt…


Video-Ads bewegen

Posted: März 26th, 2007 | Author: | Filed under: nugg.ad, Targeting | Tags: , | 1 Comment »

Keine allzu überraschende Nachricht ist, dass Burda beim Videohoster Sevenload.de einsteigt. Nach dem googletube-Deal zieht Deutschland nach. Auch Angebote wie MyVideo.de oder clipfish.de gehen derzeit ziemlich ab bei den Nutzungszuwächsen. Die Markforscher vom eMarketer beschreiben den Siegeszug von Videos für den Online-Advertising-Bereich und prophezeien den Bewegtbild-Anzeigen eine rosige Zukunft. Die Vorteile von Bewegtbild-Werbung werden so beschrieben:

„Video carries great emotional impact like TV, yet it can be measured and can’t be skipped,“ noted David Jacobs of Advertising.com. „That value means publishers can command higher CPMs — hence the rise of streaming content.“

Bild

Viel interessanter finde ich eigentlich die Prognosen, die davon ausgehen, dass die Video-Ads das klassische Display-Advertising innerhalb der kommenden vier Jahre ablösen werden. Gestützt wird diese These von einer Studie von Comscore, aus der hervorgeht, dass die Nutzung von Online-Filmchen in den USA weiter zunimmt:

„The average streamer watches about two videos every day, for a total of 151 minutes per month. ‚Primetime‘ TV viewing occurs between 8:00 and 11:00 P.M., while ‚primetime‘ viewing of online video occurs during the preceding block of time — between 5:00 and 8:00 P.M. on weekdays. „

Okay, hochgerechnet auf die Nutzungsdauer pro Tag sind das nur fünf Minuten, aber das ist ja auch erst der Anfang. Für uns bedeutet das vor allem einen immer größer werdenden Online-Werbemarkt, denn nugg.ad bietet auch Predictive Behavioral Targeting für Videos und IPTV.


Was hat nugg.ad mit AGOF zu tun?

Posted: Oktober 25th, 2006 | Author: | Filed under: nugg.ad | Tags: , , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Was hat nugg.ad mit AGOF zu tun?

Es ist ja kein Geheimnis, dass Teile der nugg.ad Mannschaft vorher Teil des AGOF-Teams bei TNS Infratest waren. Dennoch muss man zunächst mal klar sagen: das nugg.ad- System hat überhaupt nichts mit der AGOF zu tun! Es werden keine Daten von AGOF genutzt, dennoch gibt es zwischen den beiden Mess-Systemen zwei Verbindungen:

Zum einen nutzt nugg.ad eine ähnliche Messtechnologie wie die AGOF – beide werden bzgl. Technologie von der Firma Spring versorgt und betreiben einen cookie-basierenden Messansatz. Für uns lag der Vorteil hier vor allem darin, eine bereits erprobte und an vielen Stellen bekannte Messtechnologie zu verwenden. Wir haben die Technologie von Spring allerdings nicht nur im Einsatz, sondern Spring ist sogar an der nugg.ad AG beteiligt.Zum anderen gibt es ein paar spannende Überschneidungen, was die Grundüberzeugungen im jeweiligen Ansatz anbelangt. So hat AGOF beispielsweise beeindruckend bewiesen, dass es möglich ist, technische Messdaten mit Befragungsdaten zu verschmelzen und daraus die Währung abzuleiten. Jetzt muss man kurz innehalten und sich überlegen, was das bedeutet:Technisch gemessene Nutzungsdaten lassen sich mit Befragungsdaten (z.B. Soziodemographie) verknüpfen; und dies in einer vom Gesamtmarkt akzeptierten Qualität!
Stellen Sie sich vor, das ginge sogar mit einem vollautomatisierten Verfahren – in Sekundenbruchteilen… Genau so funktioniert das nugg.ad-System! nugg.ad erhebt Messdaten und Befragungsdaten – beides wird mit einem intelligenten, algorithmengetriebenen System verschmolzen und sofort an das anfragende System zurückgespielt. Natürlich hinkt der Vergleich ein wenig, weil im AGOF System viel mehr getan wird, um die Qualität der Daten sicherzustellen (insbesondere die Transformation vom Unique Client auf den Unique User – auf die nugg.ad gänzlich verzichtet). Aber das Grundprinzip ist identisch.
Der entscheidende Vorteil im nugg.ad Verfahren besteht letztlich aber darin, dass die geschätzten Profile der Nutzer in realtime und für nahezu jeden Klick auf eine teilnehmende Website zur Verfügung stehen – mediaplanning on the fly wird damit Realität.