Noch einmal Joghurt: Markenartikler und Onlinewerbung

Posted: Mai 8th, 2007 | Author: | Filed under: nugg.ad | Tags: , , , | Kommentare deaktiviert für Noch einmal Joghurt: Markenartikler und Onlinewerbung

Adam Compagnone von TNS Media Intelligence aus New York hat mir eine interessante Publikation von eMarketer zum Thema FMCG und Onlinewerbung geschickt. Demnach werden US-Markenartikler in diesem Jahr 600 Millionen US-Dollar für Onlinewerbung ausgeben. Betrachtet man die Sparte Food & Beverage (Joghurt!) ist das Internet gar die einzige Mediengattung, in der die Spendings deutlich wachsen (+27% 2005/2006). Wow!

Aber: den Löwenanteil des Werbekuchens bei Food & Beverage holt sich auch weiterhin das Fernsehen (siehe Grafik), Online ist in den USA gerade mal mit 2% dabei, in Europa gar nur im Promillebereich. Was tun? Sie ahnen es: Zielgruppen auch außerhalb von Contentumfeldern buchbar machen, ganz klassisch nach Soziodemographie, Lifestyle, Produktaffinitäten. Bei nugg.ad heisst das Predictive Behavioral Targeting. Zum Artikel bei eMarketer.com

emarketer


Fruchtjoghurt auf der next

Posted: Mai 4th, 2007 | Author: | Filed under: Nuggets & Schmankerln | Tags: , , , | Kommentare deaktiviert für Fruchtjoghurt auf der next

Mich haben heute schon mehrere Mails mit der Bitte erreicht, meine Präsentation auf der next gestern in Hamburg zu verschicken. Natürlich beantworte ich weiterhin gern und immer wieder E-Mails. Einfacher geht der der Download jedoch über den Link www.nugg.ad/next.


Die Behavioral Targeting Genossenschaft

Posted: April 9th, 2007 | Author: | Filed under: Found today, Nuggets & Schmankerln | Tags: , , , | Kommentare deaktiviert für Die Behavioral Targeting Genossenschaft

Vor einigen Monaten schrieb ich an dieser Stelle über Parallelen zwischen Behavioral Targeting und den guten alten Tante-Emma-Läden. Etwas um die Ecke gedacht haben wir jetzt eine weitere. Das renommierte Schweizer Gottlieb Duttweiler Institut (GDI), begründet vom Vater der legendären Schweizer Migros-Märkte, behandelt in der aktuellen Ausgabe seiner Publikation GDI Impuls das Thema Behavioral Targeting. Gottlieb Duttweiler ist so etwas wie Tante Emmas Übervater – Kaufmann aber auch Farmer in Südamerika, Sozialpolitiker, Genossenschaftler, Förderer der Wissenschaften und Künste, Visionär mit starken Prinzipien und Sendungsbewusstsein.
In der Frühjahrsausgabe von GDI Impuls zu lesen:
– Markus Schlögel und Verena Walter beleuchten das Thema Behavioral Targeting näher in ihrem Beitrag „Im Zentrum der Kampagnen stehen nicht mehr die Inhalte sondern die Kunden“
– Ich freue mich, mich mit meinem Lieblingsspruch „Wer Web-Werbung will, muss Joghurt können“ einmischen zu dürfen.

duttweiler

Was wohl jeder Schweizer weiss: der Verkauf von Tabak und Alkohol ist in Migrosmärkten verpönt. Dass Duttweiler selbst es mit dem Verzicht nicht so genau nahm, belegt unter anderem dieses Foto.


Wer an die Fleischtöpfe will, muss Fleischwurst können

Posted: Oktober 30th, 2006 | Author: | Filed under: nugg.ad | Tags: , , , | 1 Comment »

In der Onlinewerbung wird alles anders und bleibt doch so wie es ist

Der SPIEGEL widmet sich in Ausgabe 39/06 unter dem Titel „Was Du machst, ist ganz egal“ der bunten Web2.0 Welt. Mich amüsiert und beunruhigt gleichermaßen, dass nach fünf Jahren Eiszeit wieder en masse Geschäftsideen ohne verlässliche Erlösmodelle aufblühen, die sich aber dennoch offensichtlich nicht über einen Mangel an medialem Hype und auch handfesten Investments beklagen müssen. Nichts gelernt aus Bubble1.0?

Irgendwie und irgendwann wollen fast alle – auch die im genannten Artikel behandelten YouTube, Myspace, MyVideo und StudiVZ – Geld mit Werbung verdienen. Damit das Investoren einigermaßen glaubhaft zu vermitteln ist, wird die Werbewelt schnell mal uminterpretiert. Ehssan Dariani, Gründer von StudiVZ, meint gar, wenn die Grenze von 1 Mio. Mitgliedern demnächst überschritten ist, wäre sein Unternehmen „für Werbekunden attraktiver als RTL“. Statt „nerviger Popup-Fenster“ erwartet er etwa Diskussionsgruppen, die dann beispielsweise ein Reiseveranstalter als Sponsor bewerben darf. Sorry, all das hatten wir schon einmal und letztendlich ging es gründlich schief.

Dabei ist Werbung doch eigentlich ganz einfach. Zunächst einmal verfügen jene Unternehmen über die wirklich großen und für Websitebetreiber somit interessanten Budgets, welche sich hinter den Produkten verbergen, denen wir alle Tag für Tag im Supermarkt begegnen. Es geht also zum Beispiel um Joghurt, Waschmittel oder Fleischwurst. Deren Hersteller werben bislang nur wenig im Web und werden wohl auf lange Sicht ihre Budgets eher bei RTL als im Internet sehen.

Rügenwalder

Zudem wissen die Marketingverantwortlichen der Nestlé, P&G oder Henkels dieser Welt in der Regel sehr genau, was sie wollen: Zielgruppen, beschrieben mittels Soziodemographie, Lifestyle und Produktinteressen. Ihre Ziele sind Markenbekanntheit und Image, letztendlich aber vor allem Käufer. Verlässliche Informationen, wo Zielgruppen zu finden und deren Bildschirme in Form von Ads buchbar sind, liefert weder der Kontext einer Website, noch kann Google mit AdWords helfen. Schließlich sucht kaum einer im Internet nach Produkten, bei denen er im Supermarkt zugreift.

Die Angebote im Internet von heute – ob nun 2.0 oder nicht – können allerdings mittlerweile etwas bieten, was das Interesse am Internet bei den Markenartiklern rapide steigen lassen wird: Millionen von Nutzern. Die Werbeträger und Vermarkter im Netz müssen dazu aber lernen, die Menschen hinter der technisch messbaren Nutzung zu verstehen. Was interessiert sie, was ist für sie relevant, welche Werbung sinnvoll? Es ist somit weder das Web noch die Werbung, die neu erfunden werden müssen. Nutzung und Nutzer zu verstehen und für die Werbetreibenden erreichbar, sprich buchbar, zu machen, ist Argument genug, um auch mit dem Internet an die Fleischtöpfe der Werbung zu gelangen. Es geht um die Wurst!