Werbung vom Kopf auf die Füsse gestellt – oder?

Posted: August 21st, 2007 | Author: | Filed under: nugg.ad, Targeting | Tags: , , , , | 2 Comments »

Manchmal frage ich mich warum eigentlich immer alle Welt meint Google hätte die Online-Werbung vom Kopf auf die Füsse gestellt.

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ok – für Anzeigen auf der Suchseite kann man das schon sagen, 2.5% CTR sind wirklich beeindruckend. Aber zwei Dinge finde ich mindestens ebenso beachtlich. Zum einen, dass Google mit AdSense, also den Anzeigen auf irgendwelchen Websites gesteuert nach Content-Passung so unglaublich normal-schlecht performed. Die 0.03% CTR liegen sozusagen absolut gleichauf mit den globalen Klickraten die z.B. von AdTech kürzlich reported wurden (ok, Google ist so schlecht wie normale Online-Werbung noch vor kurzem war). Das zweite ist: Durch ein paar einfache UI-Tricks und das grosse Vertrauen aus dem Suchmaschinen-Geschäft bringt Google einen dazu das “Content-Werbenetzwerk” einfach mitzubuchen – es ist wirklich tricky das einfach mal abzuschalten. Und hier fliegen einem die Impressions dann nur so um die Ohren, natürlich mit infernalischen Klickraten, von den Conversions etc. dieser Zufallsklicker mal ganz zu schweigen. Vor allem aber wird hier wirklich Geld verdient wie man im Report oben schön sehen kann. Irgendwie weiss ich nicht ob man sauer sein oder einfach Respekt haben sollte vor so viel Geschäftssinn.

Ach, was mir beim Eingeben der Tags grad noch klar wird: Ist auch ein schönes Beispiel für die Skalierungsprobleme von Behavioral Targeting (ja, AdSense ist auch BT!) und die verzweifelten Lösungen die da gesucht werden um das mit ordentlich Reichweite zu verknüpfen…


Sieben Thesen zur Online-Werbung oder warum Sie an Behavioral Targeting nicht vorbei kommen

Posted: Juli 10th, 2007 | Author: | Filed under: nugg.ad | Tags: , , , , , | Kommentare deaktiviert

Auf Grund der großen Nachfrage – wenngleich man sie auch auf unserer Homepage unter “Aktuelles” downloaden kann – hier nochmal die Sieben Thesen zur Online-Werbung zum Schmökern oder gerne auch zum Diskutieren…;)

1. Die Zielgruppe ist wichtiger als das Umfeld

Besser, Sie haben die richtige, weil relevante Werbung in irgendeinem Umfeld, als irgendeine Werbung im vermeintlich richtigen Inhalteumfeld. Doch, wie finden Sie heraus, ob Ihre Werbung relevant für den Konsumenten ist? Online-Werbung analog zum Klickverhalten anzubieten, reicht dazu nicht aus. Denn so können Sie nur Bereiche abdecken, zu denen Webangebote existieren. Aber was ist mit Produkten außerhalb der großen Kategorien wie Reisen, Finanzen oder Autos? Durch die Verknüpfung von Befragungsdaten und statistischen Methoden können Sie das Profil des Website-Besuchers schärfen und die Relevanz Ihrer Werbung erhöhen – und das auch ohne korrespondierende Internetangebote.

2. Targeting macht das Internet reif für FMCG

Kaum zu glauben, aber Google kann nicht alles. Fleischwurst, Joghurt, Toilettenpapier? Keine Chance. Eine der wichtigsten Produktkategorien, die der Fast Moving Consumer Goods (FMCG), taucht online so gut wie gar nicht auf. Der Grund: Die Streuverluste für Marken und Unternehmen in diesem Segment sind online zu hoch. Doch mit der Echtzeitkopplung von Nutzerverhalten und Befragungsdaten vergrößern Sie deutlich Ihre relevante Zielgruppe und minimieren die Streuverluste Ihrer Kampagne. So wird das Internet endlich reif für die fetten Budgets der Markenartikler.

3. Streuverluste schädigen Ihre Marke

Werbetreibende vergessen gerne eines: Jede irrelevante Werbung belastet die Marke, weil sie das Individuum nicht ernst nimmt. Im Gegensatz zu Print, Radio und TV können Sie im Internet etwas dagegen tun. Denn mit Targeting haben Sie eine Rückkopplung zum Konsumenten. Ungezielter Werbedruck auf anonyme Massen war gestern, heute hören Sie genau zu und lernen die Interessen des Einzelnen verstehen.

4. Übertreiben Sie es nicht mit der Klickoptimierung, was zählt, sind Zielgruppen

Mit Behavioral Targeting der neuesten Generation ist Klickoptimierung und TKP kein Widerspruch mehr. Die Zeiten, in denen Sie Bannerkampagnen optimieren, indem Sie das Motiv oder die Platzierung mit der schlechtesten Klickrate rauswerfen, sind vorbei. Nicht die Erhöhung der Klickraten von beliebigen Zielgruppen ist der Schlüssel zum Erfolg, sondern die Ansprache der relevanten Zielgruppe. So optimieren Sie die Werbewirkung.

5. Datenschutz ist ein hohes Gut

Informelle Selbstbestimmung und Datenschutz sind Grundwerte unserer Gesellschaft und gesetzlich klar geregelt. Dies zu respektieren und aktiv zu leben, ist eine Grundvoraussetzung für den geschäftlichen Erfolg mit Werbung im Internet. Die Nutzung ausschließlich anonymisierter und pseudonymer Daten ist der korrekte Weg. Personenbezogene Informationen wie Name, E-Mail oder auch nur IP-Adresse haben im Targeting nichts verloren.

6. Die Nutzer funken zurück – Targeting ist Feedback-Advertising

Targeting verändert die Funktionsweise von Werbung grundlegend – online schon heute, mobil und im TV morgen. Die für Werbetreibende wichtige inhaltliche Zuordnung von redaktionellen Internetangeboten geschieht bislang mit oberflächlichen IVW-Codes. Im Web 2.0 können das die Nutzer besser: User Generated Content, egal ob Wort, Ton oder Bild, werden mit „Tags“ versehen. Diese Community-Empfehlungen heben das Kontaktmanagement auf ein neues Niveau. Mit flexibel einsetzbaren Targeting-Technologien können Sie völlig neue Ansätze entwickeln und das Potenzial nutzen.

7. 2010 gibt es vielleicht weniger Werbung, sicher aber mehr zielgerichtete Werbung

Egal ob Internet, der Mobile- und Game-Bereich, Fernsehen oder IPTV – in Zukunft wird es in digitalen Medien mehr zielgenaue, individuelle Werbeblöcke geben. Schon 2010 wird jede zweite Onlinekampagne mit Targeting ausgeliefert. Ob der werbliche Overkill damit der Vergangenheit angehört, bleibt abzuwarten. Einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung stellt Targeting in jedem Fall dar.


Warum Targeting sogar besser funktionieren kann als Umfeld

Posted: März 28th, 2007 | Author: | Filed under: Found today, How to discover the nuggets?, Targeting | Tags: , , , | 1 Comment »

Gerade ist mir die aktuelle Ausgabe der CACM in die Hände gefallen. Dort wird unter dem Titel “The Effects of Online Advertising” eine spannende Studie vorgestellt (http://acm.org/cacm/toc/2007/march_toc.html) die sich der Frage widmet ob das Einblenden von Ads die Bindung und Rückkehrwahrscheinlichkeit der User negativ beeinflusst. Sieht schlecht aus, insbs. für böse Formen wie pop-under etc. Die Bereitschaft die Seite wiederaufzusuchen sinkt teilweise um 11%.

Was aber fürs Targeting eine viel interessantere Erkenntnis ist war eigentlich nur ein Nebenergebnis dieser Studie: nicht-kongruente, also nicht kontextuell ins Umfeld passende Ads lenken weniger von der Erinnerung an den Site-Inhalt ab und werden sogar besser erinnert als kontextuelle Ads! Das ist eine echte Steilvorlage fürs Targeting, denn hier wird ja genau nicht kontextuell sondern nach den Interessen des Users _ausserhalb_ des Kontextes Werbung geschaltet. Und es gibt tatsächlich auch schöne Ergebnisse (eigene Studien) die nahelegen, dass Targeting sogar besser funktionieren kann als kontextuelle Werbung.

Wenn man jetzt die durchschnittlichen TKPs von hochpreisigen Umfeldern mit Run-of-Site TKPs vergleicht wird schnell klar welch ungeheures Potential im Targeting steckt…